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ANWR Group war im letzten Jahr gut zu Fuß

  • Bernd Gutewort
  • Donnerstag | 20. Februar 2014  |  11:35 Uhr
Mainhausen. Im vergangenen Jahr steigerte die ANWR Group, zu der die Verbundgruppen ANWR Schuh, Garant, Rexor, Quick Schuh, Goldkrone und – neben den Finanzdienstleistern Aktivbank und DZB Bank – auch die Sporthandels-Gemeinschaft Sport 2000 gehören, ihr Geschäftsvolumen um 3,0% auf 7,8 Mrd. EUR.
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Pünktlich und offenbar finanziell nach Plan auf die Füße gestellt: Das neue Orderzentrum O1 der ANWR öffnete fristgerecht seine Türen zum Jahreswechsel in Mainhausen. Mit von der Partie: eine ganze Reihe namhafter Marken – wie hier Ecco – mit ihren eigenen Showrooms.

Die Bereiche Sport, Schuhe und Lederwaren erhöhten das Zentralregulierungs-Volumen um 4,1% auf fast 2,5 Mrd. EUR. Dabei ging der Löwenanteil an das Schuhsegment mit 1,6 Mrd. EUR, das ein Plus von 1,7% erreichte. Sportartikel steigerten sich auf Seite der Zentrale um 9,6% auf 776 Mio. EUR. Dies ist nicht allein der Sport 2000 in Deutschland und der Schweiz zu verdanken, sondern auch der erstmaligen Bilanzierung der Sport 2000 in den Niederlanden. Dort gab es einschneidende strukturelle Veränderungen, nachdem der frühere Sport-2000-Partner in den Niederlanden mit dem lokalen Intersport-Partner fusionierte und sich die Sport 2000 dort neu aufstellen musste und wollte.

Gleichzeitig blieb das Geschäft mit Lederwaren bei einem ZR-Volumen von 80 Mio. EUR stabil. Dieser Erwerbszweig ist für ANWR ohnehin eher klein – gemessen an den europaweit insgesamt 6000 Händlern mit circa 10.000 Läden über alle Segmente hinweg. Die Sparte Finanzdienstleistungen unter der Flagge von DZB Bank und Aktivbank erhöhte ihr Geschäftsvolumen um 2,5% auf 5,3 Mrd. EUR.

ZR-Volumen ist nicht Außenumsatz

Die gesteigerten Umsätze der Verbundgruppen-Zentrale in Mainhausen dürfen nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass die angeschlossenen Händler – insbesondere in Deutschland und auch wegen des Wetters – nicht an Umsatz zulegen konnten. So lagen die Erlöse bei den deutschen Schuhhändlern um 0,5% und bei den sportlichen Kollegen um 1,8% unter dem Vorjahreswert.

Quick nach Fläche leicht im Minus

Quick Schuh, das preisorientierte Franchise-Konzept der ANWR, beendete das letze Jahr mit einem Einzelhandels-Umsatz von 166,5 Mio. EUR. Flächenbereinigt entspricht das einem Minus von 0,5%; es kamen aber in demselben Jahr 14 neue Geschäfte hinzu. Der Umsatz verteilt sich zu 90% auf Deutschland und zu 10% auf Österreich. Für die insgesamt 350 Verkaufsstellen lag der durchschnittliche Umsatz bei 475.000 EUR. Die Verkaufsflächen bewegten sich zwischen 225 und 430 qm. mh

Autor: Bernd Gutewort

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