• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Adidas: Gute Zeiten, schlechte Zeiten

  • Bernd Gutewort
  • Freitag | 20. November 2009  |  08:08 Uhr
Herzogenaurach. 400 Mio. EUR weniger Schulden – 60 % weniger Gewinn: Trotz fallender Umsätze blickt man im Hause Adidas zuversichtlich in die Zukunft.

Soeben verringerten sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens um etwa 400 Mio. EUR, da die Wandelanleihe der Adidas AG wie erwartet vollständig gewandelt wurde (siehe SFH Ausgabe 1, Seite 10). Das Eigenkapital steigt damit in gleicher Höhe. Dadurch könne die Adidas AG nach eigenen Angaben den mittelfris­tig angestrebten Verschuldungsgrad von unter 50% bereits am Jahresende 2009 erreichen. Gewinn sinkt um 60% Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten 2009 mit 7,9 Mrd. EUR um 4% unter dem Vorjahresniveau (2008: 8,2 Mrd. EUR). Der Gewinn vor Steuern ist um 60% auf 343 Mio. EUR (2008: 850 Mio. EUR) eingebrochen. Der Umsatz im Adidas-Segment ging in diesem Zeitraum um 4% zurück, Reebok fuhr 6% weniger ein. TaylorMade-Adidas Golf wuchs um 3%. In Europa und Nordamerika lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau. Am stärksten brach das Europa-Geschäft um 9% auf 3,4 Mrd. EUR ein (2008: 3,7 Mrd. EUR). Der Umsatz in Nordamerika verringerte sich um 3% auf 1,8 Mrd. EUR (2008: 1,8 Mrd. EUR). In Asien stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2009 um 1% auf 1,8 Mrd. EUR (2008: 1,8 Mrd. EUR). Lateinamerika schaffte einen Umsatz-anstieg um 10% auf 713 Mio. EUR (2008: 647 Mio. EUR). „Unsere Branche und unser Konzern sehen sich in diesem Jahr mit noch nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Aber wir haben pro-aktiv gehandelt und es geschafft, uns auf das schwierige Umfeld einzustellen", kommentiert Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des Adidas-Konzerns, das Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet das Management einen Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich: Der Grund seien eine schwächere Nachfrage wegen des niedrigen Verbrauchervertrauens und die steigende Arbeitslosigkeit. Dennoch blickt Hainer optimistisch in die Zukunft: „Die Stimmung unter Verbrauchern und Einzelhändlern schwankt noch zwischen Angst und Optimismus. Wir sind jedoch auf alle möglichen Herausforderungen gut vorbereitet und ich bin vorsichtig optimis­tisch.“ eh

Autor: Bernd Gutewort

Weitere Artikel …

… mit den in diesem Artikel genannten Firmen und Personen liegen derzeit nicht vor.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 02 / 2009