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Ochsner Sport ante portas

  • Bernd Gutewort
  • Mittwoch | 10. Juli 2013  |  15:30 Uhr
Zürich. Deichmann wird die Schweiz zu eng: Schon länger stand es im Raum, jetzt bestätigt Heinrich Deichmann:

„Ja wir wollen mit Ochsner-Sport auch nach Deutschland und Österreich.“ Damit dürfte der preisaggressivste Sport-Discounter in den Nachbarländern künftig für einige Unruhe sorgen. Die 1992 gegründete Ochsner-Sport-Gruppe (Umsatz 2012: 409 Mio. CHF, 331 Mio. EUR, +4,6% mit 97 Filialen) gehört zur Dosenbach-Ochsner AG, einem Schuhfilialisten in der Schweiz (Umsatz 2012: 915 Mio. CHF, 740 Mio. EUR mit 375 Filialen), der 1973 von der deutschen Deichmann-Gruppe übernommen worden war. Der Familienkonzern Deichmann ist Europas größter Schuh-Einzelhändler mit einem Umsatz in 2012 von 4,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 4,13 Mrd. EUR). Es gäbe keine freien Flecken mehr in der Schweiz, begründet Junior-Chef Heinrich Deichmann den angekündigten Schritt über die Grenzen. Die Einkaufsmacht von Deichmann verschafft den Sport- und Schuhtöchtern Ochsner und Dosenbach (auch in diesen Schuhfilialen werden Sportschuh-Abteilungen geführt) enorme Preisvorteile. Offenbar will Deichmann diese weiter ausschöpfen. „Die Regionen Deutschland, Österreich und die Schweiz haben viele Gemeinsamkeiten“, erklärt Deichmann. npk

Autor: Bernd Gutewort

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2013