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Mammut schließt in Ulm

  • Uli Wittmann
  • Dienstag | 22. August 2017  |  18:36 Uhr
Nach vier Jahren ist für den Mammut Store in der Ulmer Innenstadt endgültig Schluss. Bereits im Jahr 2016 gab der damalige Franchisenehmer auf und die Schweizer Marke nahm den Laden selbst in die Hände.

Text: Uli Wittmann

Nirgends ist am ehemaligen Mammut Store das markante Urtier mehr zu sehen. Ein Immobilienmakler hat die Schaufenster zugeklebt und bietet die 190 qm große Gewerbeimmobilie zum Mieten an. An der Eingangstür klebt eine letzte Nachricht von den früheren Betreibern. Sie danken ihren Kunden für die Treue und bitten sie beim Mammut Store Stuttgart, in Wolfertschwenden (hier betreibt die Alpinistenmarke ein Logistikzentrum) oder online einzukaufen. Etwas abseits von den Kundenströmen lag der Monobrand-Store als er im September 2013 eröffnete. Die Mitbewerber wie Sport Sohn, Globetrotter oder der Jack Wolfskin Store haben eine deutlich bessere Lage. Hinzu kam eine längere Umbauphase in der Frauenstraße, wo sich die Mammut-Niederlassung befand. Statt flanierender potenzieller Kunden mit Einkaufstaschen, stapften wochenlang Bauarbeiter herum. 2016 zog sich der Franchisenehmer Frank Steinhauser, zuvor arbeitete er als Retailmanager bei der Mammut Sports Group, zurück. Nach dessen Ausstieg konnten die Kunden an der verschlossenen Storetüre lesen "Wegen Betreiberwechsel vorübergehend geschlossen." Nach der Wiedereröffnung blieb offensichtlich der wirtschaftliche Erfolg aus. Derzeit verfügt Mammut über 14 Stores in Deutschland (Leipzig, Kempten, München, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bad Tölz, Nürnberg, Bremen, Dortmund, Köln, Wolfertschwenden Frankfurt /Main und Hannover). In Regensburg schloss im Frühjahr der dortige Mammut Store.

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Die Türen bleiben geschlossen: Mammut zieht sich aus Ulm zurück.
© sFH

Autor: Uli Wittmann