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Lowa: Positiv über alle Segmente hinweg

  • Andreas Mayer
  • Montag | 22. August 2016  |  11:41 Uhr
Der Umsatz von Lowa inkl. dem der Vertriebsmarken stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 146 Mio. Euro (2014) auf 152 Mio Euro (2015). Dennoch mahnt Geschäftsführer Werner Riethmann zur Wachsamkeit und zur konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen der Konsumenten.
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© Sportfachhandel

Text: Andreas Mayer

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 ist es Lowa erneut gelungen, seine starke Position in den deutschprachigen Ländern zu verteidigen, teilweise sogar auszubauen. Beim Jetzendorfer Berg- und Outdoor-Schuster „entwickelten sich die Verkäufe besser als der Markt“, so Lowa-Geschäftsführer Werner Riethmann auf der jährlichen Bilanz-Pressekonferenz, die in diesem Jahr in Hamburg stattfand. Der Umsatz inkl. dem der Vertriebsmarken stieg von 146 Mio. Euro (2014) auf 152 Mio Euro (2015). Der Umsatz der Lowa Sportschuhe GmbH allein (nur Marke Lowa) wuchs auf 145,5 Mio. Euro. Der konsolidierte Umsatz der Lowa Gruppe (D, CH und USA) kletterte auf von 163 auf 173 Mio. Euro. Die Zahl der verkauften Paar Schuhe stieg 2015 um etwa 200.000 von 2,2 auf 2,4 Mio. „Auch für 2016 können wir eine positive Entwicklung erwarten. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, so dass wir erneut mindestens 2,4 Mio. Paar Schuhe verkaufen werden,“ erwartet Riethmann. Besonders erfreulich an diesem Wachstum ist aus Sicht von Lowa, dass sich alle Produktsegmente positiv entwickelt und zum guten Resultat beigetragen hätten. Herausstechen konnten die Bereiche Kinder, Travel und Task Force. Die erneut schwierigen Wetterbedingungen insbesondere im Winter habe man auch deswegen gut überstanden, weil durch ein breites Angebot an marktgerechten und trendigen Produkten auch ohne Schnee und klirrende Kälte in den Städten Umsätze getätigt werden konnten. So stehe die erfolgreiche Entwicklung der gesamten Marke auf einem breiten und gesunden Fundament, so Riethmann.

Gleiches gilt für den österreichischen sowie den aktuell allerdings schwer gebeutelten Schweizer Markt. „In der Schweiz haben wir es mit einem extrem verunsicherten Handel zu tun“, berichtete René Urfer. Neuesten GfK-Zahlen zufolge seien insgesamt 10,7 Mrd. Schweizer Franken ins Ausland abgewandert. „Wir haben eine stabile Situation bei den Mengen, nur die Umsätze sinken.“ Zwar konnte Lowa Schweiz den Umsatz 2015 in Euro gerechnet auf 31,6 Mio. Euro steigern, man werde sich in Zukunft aber auf die Kernmarken Lowa, Leki, Glorify und Eightsox konzentrieren.

In Österreich sei nach den Turbulenzen rund um die Übernahme von Sport Eybl durch Sports Direct wieder Ruhe in den Markt gekommen, berichtet Josef Würtinger. „Die Handelslandschaft hat sich wieder beruhigt. Das Sports-Direct-Konzept, mit Preisen den Markt aufzumischen, ist nicht aufgegangen. Lowa Österreich steigerte den Umsatz auf 11,7 Mio. Euro. „Und auch für 2016 ist unsere Prognose zweistellig“.Wie Matthias Wanner, Verkaufsleiter Lowa Deutschland, beobachtet auch Würtinger generell wachsende Forderungen seitens des Handels – nicht nur der großen Konzerne und Verbände. Während Lowa Österreich unter anderem mit einem neuen Nachordersystem dem Handel bei Lagerrisiko, Finanzierung, Verpackung und Transport entgegenkommt, ist Lowa Deutschland mit einer neuartigen Web-Beratung im Internet aktiv, die den Kunden aber letztendlich in den stationären Handel lotst.

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Wir können nicht mehr so Geschäfte machen wie vor 20 Jahren. Werner Riethmann, Geschäftsführer Lowa
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„Wir können nicht mehr so Geschäfte machen wie vor 20 Jahren“, ergänzte Werner Riethmann. „Die Zeiten sind endgültig vorbei.“ Der Wandel der Witterungsbedingungen mache auch ein Nachdenken über die Kollektionsrhythmen nötig. Neben einer Sommer- und einer Winterkollektion müsse man näher an den Bedarf liefern und insbesondere in den Städten auch eine Frühjahrs- und eine Herbstkollektion anbieten, so Riethmann. „Hier ist zunehmende Zusammenarbeit mit dem Handel nötig.“ Die eigenen Handelsaktivitäten mit den Schöffel-Lowa-Stores betreffend nannte Riethmann das Ziel, um vier bis fünf Läden pro Jahr auf insgesamt 50 zu wachsen. Aktuell betreiben die beiden Unternehmen 27 Stores.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 08 / 2016