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JD Sports wächst und will in Europa investieren

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 20. November 2014  |  12:31 Uhr
Nach der spektakulären Übernahme des Berliner Sneaker-Händlers Isico erntet der britische Sportfilialist auch hierzulande die Früchte und setzt auf weitere Expansion – und gerne auch durch weitere Übernahmen.
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Der König hält Einzug: JD Sports bezeichnet sich selbst als „König der Trainer“. © Foto: Kellner

Text: Nicolas Kellner

Die Kriegskasse von JD Sports ist voll und so will der britische Sportfilialist auf dem europäischen Festland weiter angreifen.

„Im zweiten Halbjahr werden wir definitiv weitere Eröffnungen haben“, versicherte soeben JD-CEO Peter Cowgill anlässlich der Präsentation der Zahlen für das erste Halbjahr 2014. Demnach seien die Umsätze bis zum 2. August diesen Jahres „rekordverdächtig“ gestiegen, erklärt Cowgill.

Unter dem Strich hätte das für einen Kassengewinn (vor Steuern) in Höhe von 20 Mio. Britischen Pfund (umgerechnet etwa 25,1 Mio. Euro) gesorgt. Damit habe sich das Ergebnis zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr lag demnach bei 721,5 Mio. Pfund (904 Mio. Euro) und entspricht einem Plus von satten 27 Prozent. „Wir sind derzeit bestens positioniert und werden zum Jahresende Ergebnisse am oberen Ende der Markterwartungen sehen“, so Cowgill weiter.

JD Sports unterhält derzeit 850 Sport-, Fashion- und Outdoorgeschäfte im Vereinigten Königreich sowie seit letztem Jahr auch auf Festlandeuropa. In Deutschland umfasst die Gruppe momentan zwölf Geschäfte, in Frankreich über zwanzig (21) Läden. Weitere JD-Ableger gibt es auch in Spanien und in den Niederlanden.

In Deutschland erfolgte der Markteintritt jüngst erst durch die spektakuläre Übernahme des in Berlin gegründeten American-Sports-Händlers Isico, dessen Filialen mittlerweile alle auf JD Sports umgestylt wurden. Cowgill betont, dass speziell die „Sports Divisons“ von JD sowohl in UK als auch im Rest Europas „beflügelnde und ermutigende“ Fortschritte macht. Das europäische Sport-Business von JD Sports soll im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben ein Plus von 13 Prozent verbucht haben.

Durch Zukäufe in den vergangenen zwei Jahren hatte sich der Konzern darüber hinaus um Outdoor- und Sportmarken wie Blacks, Millets und Tiso (aus Schottland) inklusive deren Filialen erweitert. Allerdings sorgte die Integration in das JD-Gefüge und die Neuausrichtung zunächst für Probleme – nun aber hätten die daraus resultierenden operativen Verluste im zurückliegenden ersten Halbjahr von 8,9 Mio. (umgerechnet etwa 11,2 Mio. Euro) auf 5,6 Mio. Britische Pfund (etwa sieben Mio. Euro) zurückgefahren werden können, gibt Cowgill zu Protokoll.

Die Gründe für den Aufwärtstrend: Neben einem starken Online-Business würde sich derzeit auch das „Straßengeschäft“ – also die Umsätze in den Filialen vor Ort und in großen wie kleinen Einkaufs-Malls – wieder besser und insgesamt vielversprechend entwickeln. <<<

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 19 / 2014