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Intersport: Sechs-Länder-Gruppe sieht sich auf Kurs

  • Donnerstag | 16. Juli 2015  |  01:46 Uhr
Intersport-Vorstandsvorsitzender Kim Roether zog auf der OutDoor eine Bilanz für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres: Nach seiner Darstellung lag der Umsatz in allen sechs Ländern (mit Ausnahme Polens) über der Vorjahres-Periode.

In Deutschland stiegen die Umsätze um 3 Prozent, in Österreich – dank eines starken ersten Quartals und Impulsen aus dem Wintersport – um 12 Prozent. Hier entwickelten sich auch das Fahrrad- und das Verleihgeschäft offenbar mehr als erfreulich. Tschechien machte um 10 Prozent an Boden gut, die Slowakei um 6 Prozent und Ungarn um 5 Prozent.

Allein Polen musste Umsatzrückgänge verbuchen und lag um 3 Prozent unter dem Vorjahr. Roether wies allerdings darauf hin, dass diese Entwicklung in Euro dargestellt wurde, so dass hier auch Wechselkurs-Effekte eine gewisse Rolle gespielt haben.

Der neue Warenvorstand Jochen Schnell wies darauf hin, dass insbesondere das Segment Outdoor zum Erfolg beitrug und sich um 5 Prozent nach oben entwickelte. Besonders gut verliefen Schuhe und das Thema „Urban Outdoor“.

Wintersport ging um 25 Prozent nach oben und profitierte von guten Schneeverhältnissen von Januar bis März. Die Kategorie Fahrrad/Funwheel legte um beeindruckende 18 Prozent zu, insbesondere dank der Skate- und Longboards.

Erwartungsgemäß weniger erfolgreich ging es im Segment Teamsport zu. Hier sanken die Umsätze um 21 Prozent. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass es im letzten Jahr eine Fußball-Weltmeisterschaft gab und in diesem Jahr eben nicht.

Für das Gesamtjahr erwartet Intersport ein leichtes Umsatzplus – trotz des fehlenden großen Fußballturniers. Dies sei allerdings noch abhängig von der Wetterentwicklung zum Winteranfang. Im letzten Jahr brachten es die angeschlossenen Händler in den sechs Ländern auf Erlöse von fast 3,4 Mrd. Euro., davon 2,85 Mrd. Euro in Deutschland.

Die Allianz der mitteleuropäischen Länder entstand vor zwei Jahren durch die Fusion der deutschen und österreichischen Gruppen. Schon zuvor bediente Intersport Österreich die Märkte Slowakei, Tschechien und Ungarn, während die deutsche Intersport bei den polnischen Kollegen zu 25 Prozent beteiligt ist.

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