Donnerstag | 09. November 2017  |  18:45 Uhr

Summit mit neuen Studienergebnissen: Millionen Deutsche sind aktive Wintersportler

In Rottach-Egern am Tegernsee startete am Donnerstag der zweite "Dein Winter. Dein Sport. Summit". Vor rund 350 Teilnehmern präsentierte die Deutsche Sporthochschule Köln neueste und durchaus ermutigende Studienergebnisse zum Thema Wintersport.

Die Veränderungen und Chancen sind groß. Sie heißen gesättigter Markt, demographischer Wandel und sich verändernde Winter. Kurzum: Weichenstellungen müssen erfolgen, damit die Zukunft des Wintersports garantiert wird. Den Fragen, wie diese Zukunft gestaltet werden kann, stellen sich 50 Referenten und 350 Teilnehmer beim zweiten "Dein Winter. Dein Sport. Summit" am Tegernsee. Der Kongress, initiiert vom Deutschen Skiverband (DSV), Deutschen Skilehrerverband (DSLV) und vom Snowboard Verband Deutschland (SVD) startete am heutigen Donnerstag mit brandaktuellen Zahlen aus der Neuauflage der Grundlagenstudie „Wintersport Deutschland“.

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Eröffnung des zweiten DWDS-Summit am Tegernsee (v.l.n.r.): Thomas Ammer (Veranstalter, TOC Agentur für Kommunikation), Prof. Hanns-Michael Hölz (Snowboard Verband Deutschland), Walter Vogel (Geschäftsführer DSV Marketing GmbH), Norbert Haslach (Vorstand Schneesportschulen DSLV), Alexander Schwer (Projektleiter Dein Winter. Dein Sport.)
© Hansi Heckmair

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Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth leitet das Institut für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln
© DSHS

Den Ergebnissen zufolge bleibt die Zahl der aktiven deutschen Wintersportler stabil. Zwei Drittel der sportlich aktiven Deutschen betreiben Wintersport und zwar in der Regel mehrere Sportarten. Insgesamt sind das 22,9 Mio. Menschen. Die Aktualisierung der Grundlagenstudie von 2012 zeigt, dass sportliche Aktivitäten in der Natur weiterhin für viele Deutsche zur Freizeit gehören. Zur besseren Bewertung haben Prof. Roth und sein Team eine neue Währung definiert: die „Winter-Sports-Days“. Danach verbringen die Deutschen pro Jahr über 300 Millionen Tage mit Wintersport. Allein 50 Mio. davon sind sogenannte „Skier Days“ – also Tage, an denen Bergbahnen genutzt werden. Die restlichen verteilen sich auf Langlaufen, Winterwandern, Rodeln und Skitouren. Zwei weitere Erkenntnisse der Studie: Viele Deutsche betreiben mehrere Wintersportarten, je nach Lust und Laune sowie nach äußerlichen Verhältnissen. Und durchschnittlich ist der deutsche Wintersportler pro Saison zwölf Tage draußen aktiv.

Neben der wissenschaftlichen Analyse steht am ersten Tag des Dein Winter. Dein Sport. Summit der Nachwuchs im Zentrum. Vertreter aus Schule, Sport und Industrie diskutieren, über welche Kanäle und Angebote junge Zielgruppen besser erreicht werden können, um deren Begeisterung für den Wintersport zu wecken beziehungsweise zu fördern.

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Wie geht es weiter mit dem Wintersport in Deutschland? Am Tegernsee treffen sich Experten aus Industrie, Handel und Tourismus.
© sportFACHHANDEL

Am Nachmittag analysierte eine Runde um Ex-Skistar Christian Neureuther inwieweit das Bild vom Wintersport-Tourismus und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit einen Einfluss bei Kauf- oder Investitionsentscheidungen und bei politischen Entscheidungsträgern haben. Weitere Themen waren die Zukunft der Mobilität und die richtige Art der Kommunikation.

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Das Seeforum in Rottach-Egern bietet Platz für 50 Podiumsgäste und 350 Teilnehmer.
© sportFACHHANDEL