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Josef Fischer feiert 90. Geburtstag

  • Marcel Rotzoll
  • Donnerstag | 12. September 2019  |  15:52 Uhr
1959 hatte Josef Fischer gemeinsam mit Schwester Selma Sturmberger den elterlichen Betrieb übernommen. Daraus erwuchs einer der wichtigsten Ski-Produzenten und heute „der letzte große österreichische Skiproduzent, der zu 100 Prozent in Familienbesitz ist“. Am 12. September feiert Josef Fischer seinen 90. Geburtstag.

Zwar hat sich Josef Fischer längst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und genießt seinen Ruhestand am Attersee, wo er seit vielen Jahren mit seiner Partnerin lebt. Doch schaut er regelmäßig in der nahegelegenen Firma vorbei. Er hält über seine Familienstiftung die Mehrheit an der Holdingfirma, in welcher die Fischer Sports GmbH und die Löffler GmbH eingegliedert sind. Die weiteren Unternehmensanteile werden von der Privatstiftung seiner verstorbenen Schwester Selma Sturmberger gehalten.

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Bild aus vergangenen Tagen: Auch wenn sich die Ski-Produktion im Laufe der Zeit gewandelt hat, bleiben auch heute noch viele Arbeitsschritte Handarbeit.
© Fischer Sports

Josef Fischer wurde am 12. September 1929 als drittes Kind – nach den Schwestern Erna und Selma – des Ehepaars Maria und Josef Fischer in Ried im Innkreis geboren. Nach dem Besuch der Holzfachschule in Hallein trat er 1949 in den elterlichen Betrieb ein. Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Vater verlässt er jedoch die Firma noch im selben Jahr und kehrt erst zwei Jahre später, nachdem er die Welthandelsschule in Wien absolviert hatte, ins Unternehmen zurück. Unter seiner Ägide wird Fischer ab 1959 „zur größten Skifabrik der Welt“. Von 1968 bis 1987 ist Josef Fischer Präsident des VSSÖ, dem Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs. 1988 wird er zum Ehrenpräsidenten ernannt. 1990 zieht sich Josef Fischer aus dem operativen Tagesgeschäft zurück, bleibt aber bis 2003 Aufsichtsratsvorsitzender und scheidet schließlich 2007 auch als Aufsichtsratsmitglied aus. Zu seinem runden Geburtstag blickt der „Skikaiser“ zufrieden auf die Entwicklung der beiden Unternehmen Fischer Sports und Löffler.

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"Skikaiser" Josef Fischer im Kreis der heutigen Geschäftsführung: Otto Leodolter (Geschäftsführer Löffler), Franz Föttinger (CEO Fischer), Josef Fischer, Bernhard Matzner (CFO Fischer) und Ingo Natmessnig (Aufsichtsratsvorsitzender)
© Fischer Sports

So hat Fischer Sports das vergangene Geschäftsjahr, das im Februar endete) mit einem Umsatz von 182,5 Millionen Euro abgeschlossen, was einem Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Löffler, seit 1973 zur Fischer Holding gehörend, erzielte im vergangenen Geschäftsjahr mit 27,4 Millionen Euro den zweithöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte.

Bereits seinen Vater, so der Jubilar Josef Fischer, haben Erfindungsreichtum und Pioniergeist angetrieben, als er 1924 mit der Produktion von Rodeln und Leiterwagen den Sprung in die Selbständigkeit wagte. „Genau dieser Pioniergeist und dieser Ideenreichtum der Menschen bei Fischer hat auch mich während meiner gesamten Schaffensperiode im Unternehmen begleitet, mich unterstützt und angetrieben. Dafür bin ich dankbar. Denn nur dadurch konnte Fischer zu seiner heutigen Position und Größe heranwachsen. Und es sind die Leute von Fischer, die mich auch zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.“

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL