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Branchenübergreifende Plattform für Skiurlaub und Wintersport

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 06. November 2015  |  18:10 Uhr
Forum Zukunft Winter: Seilbahnwirtschaft, Skiindustrie, Skischulen und Tourismussparte ziehen an einem Strang

Das Netzwerk Winter, die branchenübergreifende Plattform für Wintersport und Tourismus in Österreich, veranstaltet bereits zum 5. Mal das Forum Zukunft Winter in Kaprun (Salzburg). Das gemeinsame Ziel ist es, Wintersport und Skiurlaub zukunftsfähig zu positionieren.

„Österreich hat mit der weltweit besten Infrastruktur im Wintersport eine perfekte Basis, um wieder mehr Menschen auf die Pisten zu bringen und vom Skisport zu begeistern“, zeigte sich Franz Schenner, Sprecher der Allianz Zukunft Winter, anlässlich des Forum Winter vor hochkarätigen Branchenvertretern und Journalisten in Kaprun, überzeugt: „Der Skisport ist und bleibt der Motor für den Wintertourismus in den alpinen Regionen und damit der Garant für wirtschaftliche Erfolge und Beschäftigung.“ Damit dies so bleibe, genüge es allerdings nicht, nur die Ergebnisse der Marktforschung zu diskutieren, es vielmehr müssten auch die richtigen Schlüsse gezogen und daraus abgeleitet Maßnahmen und Initiativen umgesetzt werden.

„Wir müssen umdenken und uns an einer mehrdimensionalen Zielgruppenansprache orientieren, denn unsere Gäste haben unterschiedliche Ansprüche, auf diese gilt es in Zukunft noch individueller einzugehen,“ zeigt sich Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) überzeugt, dass die Zeiten in denen es „ein Angebot für Alle“ gab, vorbei sind. Trend- und andere Wintersportarten - wie etwa Schneeschuhwandern – können das Angebot bereichern und ergänzen, aber niemals ersetzen, so Nocker-Schwarzenbacher.

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v.l.n.r.: Franz Schenner, Sprecher Allianz Zukunft Winter, Richard Walter, Präsident der Österreichischen Berufsskilehrer,, Ferdinand Eder, Stvtr. Obmann Fachverband der Seilbahnwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher, WKÖ-Bundesspartenobfrau Tourismus und Freizeitwirtschaft, Franz Föttinger, Sprecher der Skiindustrie
© Franz Neumayr

Für die Skiindustrie gab Franz Föttinger einen Einblick in die aktuelle Geschäftslage: Mit rund 3,2 Millionen verkauften Paar Alpinski und rund 3,5 Millionen Skischuhen pro Jahr sei der Weltmarkt für Alpinski relativ stabil. Die Verkaufszahlen bei Langlaufski und –schuhen bewegen sich bei knapp zwei Millionen Paar. Mit einem Exportanteil von über 80 Prozent und einem weltweit hohen Bekanntheitsgrad verglichen mit anderen Markenartikeln, sind die österreichischen Marken Atomic, Blizzard, Fischer, Head insgesamt Marktführer und Innovationstreiber.

Während die traditionellen europäischen Märkte derzeit - nicht zuletzt aufgrund des letzten relativ kurzen Winters - etwas angespannt sind, ist Amerika, insbesondere die USA, ein Lichtblick am Skimarkt. Die heimische Skiindustrie setze aber, so Föttinger, auch auf neue Märkte und Potenziale. So sieht er etwa in China, auch durch den Zuschlag für die olympischen Winterspiele 2020, enorme Wachstumschancen. Es gäbe auch bereits konkrete Pläne und Aufträge mit führenden heimischen, wintersportaffinen Unternehmen. „Auch die Türkei ist ein neuer Hoffnungsmarkt für alle Wintersportbranchen sofern es gelingt, die Millioneninvestitionen in die Infrastruktur durch entsprechende Marketingaktivitäten wirtschaftlich nachhaltig abzusichern“, betonte Föttinger.

Ein wesentliches Anliegen ist dem Sprecher der Skiindustrie der Einsatz für den Nachwuchs im Wintersport. Deshalb engagiert sich die Österreichische Ski- und Schuhindustrie– gemeinsam mit der Seilbahnenwirtschaft, der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft und den heimischen Skilehrern - seit Jahren für den wintersportlichen Nachwuchs, insbesondere für die Förderung von Wintersportwochen und unterstützt daher die vom Netzwerk Winter gestartete Überzeugungsarbeit in Richtung Politik und Gesetzgebung.

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN