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SUP für die Seele

  • Astrid Schlüchter
  • Donnerstag | 16. Juli 2015  |  16:20 Uhr
Und plötzlich sind sie überall: An Seen, an Weihern, im Meer oder in Flüssen. Stand up Paddling hat sich zum absoluten Trendsport für jedermann entwickelt. Und auch viele Ausdauersportler wagen sich mittlerweile auf das Brett. Kein Wunder. Seine Vorbilder hat der Sport nicht zuletzt auf Hawaii. Auf der OutDoor zeigt die Branche im Rahmen der Paddle Days 2015 die Innovationen der kommenden Saison.

Text: Astrid Schlüchter

Seine Ursprünge fand das Stand Up Paddling vermutlich rund um die polynesischen Inselgruppen im Pazifik. Fischer nutzten flache Boote und Paddel, um sich stehend dem Fischfang zu widmen und im Wasser fortzubewegen. Im Gegensatz dazu war in der Wiege des Surfsports, auf Hawaii, das stehende paddeln nur ausgewählten Personen vorbehalten und galt als royale Beschäftigung. Inzwischen hat sich das „Suppen“ als eigenständige Sportart etabliert und man kann immer öfter Freizeitsportler sehen, die auf dem Board in den Feierabend paddeln. Doch auch Wettkampfsport mit dem Brett ist im Kommen. So gibt es sowohl im Distanz-Paddeln Wettkämpfe, als auch im „Stand Up Paddle Surfing“.

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Beliebt bei Jung und Alt. Bis dato ist in puncto SUP-Boom noch kein Ende in Sicht.

Selbstverständlich haben in der Zwischenzeit auch die Hersteller den neuen Boom erkannt und fleißig ihre Hausaufgaben gemacht. Neben Hardware und Zubehör, springen viele Marken mit entsprechender SUP-Bekleidung auf den Zug auf. So wie die Boardsportmarke Brunotti, die im Sommer 2016 erstmals eine eigene SUP-Linie launchen wird. Im Mittelpunkt stehen Badeanzüge, Shorts, Sport BHs oder Rashguards, die ideal mit Tights und sportlichen Tank-Tops mit integriertem BH kombiniert werden können. Die bekanntesten Brands im Bereich SUP sind jedoch Fanatic, Starboard, Mistral und Naish. Vom Inflatable bis hin zum Profi-Race-Board bieten sie alles, was das SUP-Herz höher schlagen lässt. Board, das „Diamond & Diamond Air“, als feste und als aufblasbare Variante vor. Elegant zeitlos im Design ist das Modell wie alle Inflatables einfach im Handling und Transport. Dazu gibt es natürlich auch das passende „Diamond Paddel“. Auch beim Trend River SUP ist Fanatic am Zug – das Rapid Air ist ein kippstabiles und wendiges SUP Board zum Stand-Up Rafting auf Bächen, Flüssen, durch Stromschnellen oder tosendes Gewässer. Entsprechend aktueller Trends der Trainingswissenschaft bietet das Fly Air Fit eine bewegliche Plattform für eine neue, intensive und überaus effektvolle Form des Balancetrainings. Das Fly Air Fit wurde dafür entwickelt, alle Arten von Yoga- oder Fitnessübungen auf dem großflächigen Deck-Pad auszuführen. „SUP ist einfach und jeder kann es schnell lernen - ein cooler Lifestyle-Sport für Jedermann. Sowohl auf Hawaii als auch an den bayerischen Seen sieht man fleißige Stand Up Paddler. Vor allem die aufblasbaren iSUPs sind bequem und sicher in der Handhabung, leicht transportierbar und oft auch preiswerter als konventionelle Boards. Der Trend wird also weiter in diese Richtung gehen, daher haben wir für 2016 in diesem Bereich noch mehr Modelle am Start – vom Fly Air Wave-Stubby bis hin zum Fly Air Fit ist für alle Bereiche etwas dabei“, heißt es im Unternehmen.

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SUP-Set von Starboard für Kids.

Und auch laut Starboard ist ein Ende des Trends noch lange nicht absehbar: „Rund 200 Händler in Deutschland führen inzwischen SUP im Sortiment, der Sport ist also bei weitem noch nicht flächendeckend vertreten. Dabei ist der Platzbedarf mit den Inflatables überschaubar und als Eyecatcher reicht bereits ein aufgepumptes Board, z.B. vor dem Laden. 2014 wurden grob geschätzt knapp 10.000 Boards verkauft. Zusammen mit den Verkaufszahlen der Vorjahre und den Angeboten der SUP-Verleiher kann man von fast 30.000 aktiven Paddlern in Deutschland ausgehen“, so Florian Brunner, Geschäftsführer von APM Marketing in Wolfratshausen, der für den Deutschland-Vertrieb von Starboard zuständig ist. So gibt es bei Starboard auch eine eigene Kids- und Juniorkollektion sowie leichtere bzw. kürzere Boards für Frauen. Im allgemeinen geht der Trend hin zu leichteren Boards, die mit sinnvollen Features punkten, wie eine Paddelhalterung oder die US Finnenbox. Der komfortable Rucksack mit Rollen erleichtert den Transport und mit der Doppelhub-Pumpe kann man das Board schneller aufpumpen. Zudem werden Tourenboards immer beliebter. Sie sind relativ schnell und bieten Platz für Gepäck, da immer mehr Paddler Freude an längeren Touren haben, ob auf dem See, Flüssen oder am Meeresufer entlang.

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Autor: Astrid Schlüchter

Redaktion Süd sportFACHHANDEL

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10 / 2015