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Safety first im Wasser

  • Astrid Schlüchter
  • Freitag | 27. Juli 2018  |  16:49 Uhr
Im Sommer 2012 gegründet, entstand Restube aus Diplomarbeiten der damaligen Studenten um Gründer und Geschäftsführer Christopher Fuhrhop. Heute ist das Karlsruher Start-up in mehr als 25 Ländern aktiv und das Produkt gibt es in weit über 500 Geschäften.

Erst vor kurzem ereignete sich am Wörthersee ein tragischer Unfall. Eine 37-jährige Stand-up-Paddlerin aus China war aufs Brett gestiegen ohne Schwimmen zu können und bei einem Sturz ins Wasser schließlich ertrunken. Immer wieder liest man von Unfällen beim Wassersport oder von Menschen, die beim Baden ertrinken. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass mehr Menschen durch Ertrinken sterben, als durch Verkehrsunfälle oder bei Lawinenabgängen. Für Christopher Fuhrhop, Gründer von Restube, ein alarmierendes Zeichen. Seit einer kritischen Situation im Wasser beim Kitesurfen hat er sich auf das Thema Sicherheit im Wasser fokussiert. Nach vielen Jahren Entwicklung und in enger Zusammenarbeit mit Rettungsprofis, Profisportlern und den vielfältigen Märkten konnte er ein breites Verständnis für die Kommunikationsherausforderung zum totgeschwiegenen Thema Sicherheit im Wasser aufbauen.

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© Restube

So konnte das mit dem ISPO-Award ausgezeichnete Unternehmen Restube seit seiner Gründung zahlreiche Partner mit ins Boot holen und zunehmend auch den Fachhandel von der Bedeutsamkeit des Themas überzeugen. „Für eine echte Innovation wie Restube ist der Fachhandel mit der wichtigste Kanal. Jeder möchte Produktneuheiten in die Hand nehmen und im wahrsten Sinne des Wortes wirklich „begreifen“. Wir arbeiten bereits mit vielen Handelskunden zusammen, die Restube als Zusatzprodukt verkaufen, z.B. im Paket zum Stand-Up-Paddling-Brett, Schnorchel oder zur Badehose. Derzeit sind wird in etwa 500 Läden in Deutschland vertreten, darunter bei vielen Mitgliedern der Intersport, bei Planet Sports, bei Karstadt Sports, aber auch in spezialisierten Outdoor-Fachgeschäften wie Basislager in Karlsruhe oder Tapir in Leipzig. Hinzu kommen noch Segel-, Surf- und Angelfachgeschäfte. Immer mehr Händler verstehen, dass Restube beinahe Jedem am und im Wasser mehr Freiheit und Sicherheit gibt“, so Fuhrhop.

Doch Fuhrhop sieht den Einsatz von Restube nicht nur bei Familien und Hobbywassersportlern, auch im Leistungssport sollte Sicherheit an erster Stelle stehen. „Leistungssportler wollen sich voll aufs Schwimmen konzentrieren. Mit Restube ist der Kopf frei dafür, man weiß einfach, dass man für den Ernstfall ein Backup dabei hat. Aber auch Wettkämpfe und Events setzen auf uns als Safety Partner. In einem großen Feld an Schwimmern können Einsatzkräfte die ausgelöste Restube-Boje schnell erkennen und eingreifen. Und jeder Schwimmer kann seinem Schwimmnachbarn direkt helfen, wenn er ein Problem hat. Restube ist im Wasser schwerelos und man bemerkt es kaum.“

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Inzwischen machen viele Wassersportmarken ihre Produkte „Restube Ready“.
© Restube

Unlängst präsentierte das Unternehmen auf der OutDoor in Friedrichshafen eine weitere Neuheit. Die neu entwickelte Schnittstelle Restube Ready ermöglicht ab sofort renommierten Wassersportmarken die direkte Anbindung der aufblasbaren Restube Auftriebsboje an Kleidungs- und Ausrüstungsstücke. Fuhrhop freut sich über die positive Resonanz auf der OutDoor und plant schon neue Projekte: „Zum einen arbeiten wir mit dem KIT Institut – hier insbesondere mit Swantje zusammen, um ein Konzept für Schwimmunterricht im Freien zu entwickeln. Zum anderen haben wir gerade kürzlich auf der OutDoor die ersten Markenkooperationen vorgestellt. Wassersportmarken wie Marinepool, Aquafeel und Fashy machen ihre Produkte „Restube Ready“ und bieten ihren Kunden damit noch mehr Freiheit und Sicherheit. 2019 werden wir mit über 25 „Restube Ready“-Marken auf dem Markt sein und gemeinsam für das Thema Sicherheit im Wasser sensibilisieren. Es gibt kaum ein Thema, das so relevant ist und dennoch so wenig Beachtung bekommt.“

Astrid Schlüchter

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Autor: Astrid Schlüchter

Redaktion Süd sportFACHHANDEL

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10 / 2018