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Neue Deloitte-Studie: Was die Fußball-Bundesligaklubs für die Gesellschaft tun

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 15. Januar 2019  |  11:37 Uhr
Besonders stark sind die Proficlubs im Handlungsfeld der sogenannten sozialen Verantwortung aufgestellt, aber auch Umweltthemen rücken zunehmend in den Fokus.

Sozial war Fußball schon immer. Wenn der Verein des Herzens auf dem Platz steht, jubeln, feiern und weinen Menschen verschiedenster Herkunft und Schichten gemeinsam. Der Sport und nicht zuletzt das Vereinswesen schaffen Begegnungsräume und verschiedenste Angebote sich aktiv zu betätigen. Schaut man sich die Mitarbeiterzahlen von Bundesliga-Clubs an, sind diese durchaus mit mittelständischen Unternehmen vergleichbar. So stieg zum Beispiel die Zahl der in der Bundesliga direkt Beschäftigten stieg seit 2007/08 um durchschnittliche 3,6 Prozent pro Jahr auf nunmehr 13.535 Personen. Und zahlreiche Clubs organisieren ihr Engagement mittlerweile über Stiftungen oder eigene Abteilungen für Corporate Social Responsibility (CSR). In der Saison 2017/18 waren pro Club im Durchschnitt drei hauptamtliche Vollzeitmitarbeiter dem Thema zugeordnet.

Dies ist ein Ergebnis einer neuen Studie des Consultingunternehmens Deloitte zum Thema Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Fußball-Bundesliga. Deloitte hat bei den Bundesliga-Clubs nachgefragt, wie es um Nachhaltigkeit im deutschen Profifußball steht.

Die Umfrage zeigt, wie die Clubs die klassischen CSR-Handlungsfelder ökonomische Wertschöpfung, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein gewichten. Besonders sticht hier die soziale Verantwortung heraus. Alle Umfrageteilnehmer stuften das Thema als wichtig ein. Inhaltlich können die Bundesliga-Clubs in diesem Bereich auf Kernkompetenzen zurückgreifen: Ein Drittel der befragten Clubs priorisiert vor allem Gesundheits- und Bildungsförderung zusammen mit der generellen Förderung von Kindern und Jugendlichen. 27 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen vor allem Integration als eine der Top-Prioritäten.

„Die Bundesliga-Clubs können durch ihre erhebliche wirtschaftliche Leistung die jeweilige Heimatregion nachhaltig stärken und dort weiterhin einen langfristigen Mehrwert erzeugen“, erklärt Vinzenz Fundel von Deloitte Sustainability. Zu den Maßnahmen, die unter ökonomische Wertschöpfung fallen, gehört heutzutage auch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Sponsorenauswahl, im Einkauf und beim Eingehen von Partnerschaften mit Unternehmen oder sonstigen Einrichtungen. Vor allem aber können die Clubs am Standort ansässige Unternehmen aktiv in ihre Geschäftstätigkeiten einbinden und regionale Akteure miteinander vernetzen.

Die Aufstellung des ökologischen Engagements reicht inzwischen bis hin zum CO2-neutralen Stadion. Zukünftig wird wohl das gesamte Umsetzungspotenzial über alle Wertschöpfungsebenen ausgebreitet werden und das ökologische Bewusstsein abteilungs- und clubübergreifend, zum Beispiel durch die Auswahl klimafreundlicher Lieferanten, gefördert.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN

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