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DFB-Trikot: Das ist neu beim Name & Numbering

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 15. November 2019  |  12:20 Uhr
Gerade wurde das neue DFB-Trikot vorgestellt. Während dabei ein Rechtschreib-Malheur von Adidas bei den Spielernamen Hector und Waldschmidt für Erheiterung sorgte, muss sich der Sportfachhandel beim Name & Numbering an Neuerungen gewöhnen. sportFACHHANDEL hat die wichtigsten Informationen gesammelt.

Am 12. Juni 2020 findet im Olympiastadion von Rom das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft statt. Sind die Fußball-Götter gnädig gestimmt, wird die deutsche Nationalmannschaft ein erfolgreiches Turnier spielen. Im besten Fall bis zum Endspiel im Londoner Wembley-Stadion einen Monat später. Für den Sportfachhandel wäre es ein Segen. Denn das DFB-Trikot gehört zweifelsohne zu den Rennern im Fangeschäft. Wie erfolgreich das Leibchen letztlich ist, hängt aber entscheidend davon ab, wie weit die deutsche Mannschaft im Turnier kommt.

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Das Objekt der Begierde: Das Nadelstreifen-Trikot soll 89,95 in der Replica- und 129,95 in der Authentic-Version kosten.
© Adidas

Eine andere und für den Sportfachhandel nicht unwesentliche Änderung hat sich bereits im Vorfeld ergeben. Erstmals wird es keine Standard-Applikationen für die DFB-Trikots geben, sondern eigens designte Nummern und Buchstaben. Den Vertrieb dieser offiziellen Buchstaben und Spieler-Nummern hat sich 11teamsports gesichert. Als Sub-Lizenzpartner ist die Sport 2000 mit exklusiven Vermarktungsrechten für das Name & Numbering im Boot. „Für uns stellt das Name & Numbering einen großen Mehrwert für unsere Mitglieder dar, denn immerhin werden 40 Prozent bis 50 Prozent der DFB-Trikots bei unseren Spezialisten veredelt verkauft“, kommentiert Michael Zeuch, bei den Mainhausenern zuständig für die Spezialisten-Einheit Teamsport. „In der Vergangenheit war es häufig so, dass die Bestellung eine relativ große Hürde für die Händler bedeutete.“ Ganz nebenbei ergibt sich so aber für die Sport 2000 auch die Möglichkeit, mit Händlern in Kontakt zu treten, die bisher noch nicht mit der Verbundgruppe in Berührung gekommen sind.

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40 Prozent bis 50 Prozent der DFB-Trikots würden bei den Spezialisten der Sport 2000 veredelt verkauft, erklärt Michael Zeuch.
© Sport 2000

Über die B2B-Plattform nameandnumbering.com, die von 11teamsports betrieben wird, erfolgt die Abwicklung der Aufträge. Hier können nach erfolgter Anmeldung sowohl Einzelaufträge wie auch Mehrfachbestellungen abgegeben werden. Mindestbestellmengen gebe es nicht. Im Vergleich zum vormaligen Anbieter DekoGraphics ist beispielsweise das Spieler-Set um circa einen Euro günstiger geworden und liegt nun bei 9,99 Euro zuzüglich Portokosten (3,50 Euro). Die Veredelung übernimmt der Händler vor Ort. In einem zweiten Schritt soll es zudem möglich sein, auch bereits veredelte Trikots zu bestellen.

Nun müssen Sport 2000-Händler also bei einem ihrer direkten Konkurrenten Aufträge platzieren. Immerhin geschieht dies aber noch innerhalb der eigenen Verbundgruppe. Intersport- und andere Händler müssen jedoch nicht nur die bittere Pille des Konkurrenten schlucken, sondern eben auch noch mit der fremden Verbundgruppe anbandeln. Dass es dabei letztendlich eher weniger Berührungsängste geben wird, ist aber auch klar. Denn Sportfachhändler wollen in erster Linie den eigenen Kunden zufrieden stellen. Ob die Bestellung von Trikotnummern und Spielernamen dafür über DekoGraphics oder einen anderen Anbieter erfolgt, dürfte in der Regel für die meisten Fachhändler unerheblich sein.

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So sieht das von 11teamsports betriebene Portal zur Bestellung der Spielernamen und -nummern aus.
© Screenshot nameandnumbering.com

Nachdem Adidas das Trikot am vergangenen Montag vorgestellt hatte, startete der Verkauf zunächst exklusiv über Adidas selbst und über den DFB-Fanshop. Kritiker bemängeln dabei unter anderem, dass alle Kunden, die bereit sind, den regulären Preis zu zahlen, nun bereits bei Adidas oder über den DFB gekauft haben. Der Sportfachhandel, der erst ab dem 18. November einsteigen darf, wird sich dann mit der üblichen Preisschlacht konfrontiert sehen.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL