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Bälle in Bewegung

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 21. Februar 2017  |  10:08 Uhr
Häufig sind Bälle lediglich Zugabeartikel. Das muss nicht sein. Hersteller wie Erima oder Derbystar | Select wecken mit neuen Technologien und Herstellungsmethoden Lust, sich näher mit den Spielgeräten zu beschäftigen.

Text: Marcel Rotzoll

Der Ball ist in den meisten Teamsportarten das Spielgerät der Wahl. Seit geraumer Zeit herrscht in diesem Segment gehörig Bewegung. Mit dem verstärkten Aufkommen geklebter Bälle hat sich der Markt gewandelt, im Fußball wie im Handball. Für den Teamsportfachhandel ergeben sich durch die neuen Herstellungsverfahren und Technologien Chancen, mit Produkt-Know-how und Beratung zu punkten.

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Die Eigenschaften eines Balles hängen immer auch mit der Herstellungsmethode zusammen. Spieler haben heute die Wahl zwischen ganz unterschiedlichen Technologien
© Derbystar

Ballspezialist Derbystar vertraut beispielsweise neben den klassischen handgenähten Bällen auch auf die Herstellungsmethode Dual Bonded, bei der die Bälle geklebt und genäht werden. Dabei wird bei beiden Methoden die bewährte Konstruktion aus 32 Panels verwendet. Handgenähte Fußbälle von Derbystar werden mit 630 Doppelstichen und 60 Eckstichen vernäht. Dadurch können besonders hochwertige und dickere Obermaterialien verwendet werden, was sich in der Qualität der Bälle widerspiegele. Bei der Dual Bonded-Methode werden die Panels vor dem Vernähen mit einem Spezial­kleber bestrichen, der nach dem Erhitzen und Aufpumpen aktiviert wird und die Panels miteinander verklebt. Mittlerweile bietet Derbystar vier Fußball-Modelle mit dieser Herstellungsmethode an: „Die Dual Bonded Herstellungsmethode wurde seit dem letzten Jahr komplett überarbeitet und“, so die Derbystar-Macher, „als erster Hersteller bieten wir handgenähte+geklebte (sonst nur maschinengenäht + geklebt auf dem Markt) Fußbälle an.“

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Der Griptonyte von Erima ist Dank Microfaser-PU-Obermaterial besonders griffig
© Erima

Die Handbälle aus dem Hause Derbystar werden unter der Marke Select vertrieben. Wie bei den Fußbällen setzt man auf handgenähte sowie mit dem Modell Combo DB auch auf Dual Bonded-Bälle. 540 Doppelstiche und 60 Eckstiche sind nötig, um einen Select-Ball von Hand zu nähen. Als Neuheit wurde in der vergangenen Saison bei den handgenähten Bällen der Maxi Grip vorgestellt. Die dort verwendete klebrige Oberfläche bezeichnen die Macher schlicht als „Revolution auf dem Handballmarkt“.

Besonderen Wind hatte in den vergangenen Saisons Erima mit dem Hybrid-Ball verursacht. Der Erima-Hybrid ist maschinengenäht und geklebt, das Obermaterial besteht aus „besonders langlebigem und robustem Hightech-PU“. Der Erima Hybrid Training ist mittlerweile zu einer ganzen Serie angewachsen und soll damit „in allen Alters- und Spielklassen, bei verschiedensten Bedürfnissen einsetzbar“ sein. Seit 2016 versuchen die Pfullinger den Erfolg des Hybrid auch auf den Handball zu übertragen. Daraus entstanden ist der Griptonyte. Das Obermaterial besteht aus „äußerst griffigem Microfaser-PU“. Der darunter liegende Dämpfungsschaum und „optimal geschützte Nähte erhöhen die Griffigkeit des Balles und machen es möglich, tief in den Ball hineinzugreifen.“ Im soeben präsentierten Gesamtkatalog ist die Griptonyte-Linie angewachsen, neben dem Trainingsball bestehend aus einem Matchball und einer Kids Lite-Variante in den Größen 0 und 00.

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 04 / 2017