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Adidas: Ernüchterndes Ergebnis zum Ende des Sportsommers

  • Eveline Heinrich
  • Donnerstag | 07. August 2014  |  12:08 Uhr
Herzogenaurach. Nach der Gewinnwarnung Ende Juli veröffentlicht Adidas die Zahlen für das erste Halbjahr 2014.

Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf rund 7 Mrd. Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem Einbrüche in Nordamerika (minus 14 Prozent) und Asien (außerhalb Chinas, minus 7 Prozent). In Westeuropa verbuchte der Sportartikelhersteller ein Plus von 6 Prozent. China legte um 3 Prozent zu. Die Bruttomarge des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2014 mit 49,2 Prozent um 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2013: 50,1 Prozent). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn verringerte sich im ersten Halbjahr 2014 um 27 Prozent auf 348 Mio. Euro (2013: 480 Mio. Euro). Laut Adidas belasten negative Währungseffekte und die anhaltende Schwäche des Golfmarktes die Ergebnisse.

Dazu Vorstandschef Herbert Hainer: "Leider muss ich in diesem großartigen Sportsommer berichten, dass unser Konzern die hohen Erwartungen, die wir in unserem Geschäftsplan Route 2015 formuliert hatten, nicht erfüllen konnte. Wir übernehmen die volle Verantwortung, um diese Fehler schnell zu beheben. Für den Rest des Jahres 2014 wird es unsere Priorität sein, unsere Dynamik in wichtigen Kategorien und Märkten aufrechtzuerhalten und zudem einige korrigierende Maßnahmen zu ergreifen, um unserem Konzerngewinn zukünftig mehr Stabilität zu verleihen." Um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, kündigte Hainer eine straffere Organisation von Marketing und Vertrieb an. Die schwächelnde Golfsparte Taylor-Made wird Stellen abbauen - wie viele Angestellte betroffen sind, ist noch unklar. In Russland und den GUS-Staaten wolle Adidas in diesem und im kommenden Jahr nur etwa 80 statt der geplanten 150 Läden eröffnen. eh

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Adidas-Chef Herbert Hainer

Autor: Eveline Heinrich

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 15-16 / 2014