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Diadora-Comeback mit Kult und Bike

  • Nicolas Kellner
  • Mittwoch | 19. August 2015  |  10:50 Uhr
Diadora nimmt Anlauf zum Comeback: Unter der Führung von Geox hat sich die italienische Top-Sportmarke der 80iger Jahre und 90iger Jahre neu aufgestellt.
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Die 1948 gegründete Marke geriet vor über zehn Jahren ins Trudeln, auch in Deutschland schafften häufige Vertriebswechsel nicht die Trendwende und büßten Vertrauen ein. Vor gut fünf Jahren kaufte der Geox-Gründer Mario Moretti Polegato die Marke, Diadora stand kurz vor der Pleite. Polegato hatte seine eigene Schuherfindung längst auch auf Sport getrimmt und schafft mit Experten die Wende bei Diadora. Prozesse werden verschlankt, Kollektionen neuen Zielgruppen und Vertriebe der internationalen Konkurrenz angepasst.

Mittlerweile zieht Morettis Sohn Enrico Moretti die Fäden bei Diadora. Und das macht er offensichtlich gut, das norditalienische Werk von Diadora ist nicht nur ausgelastet, sondern soll auch ausgebaut werden. Nach eigenen Angaben wächst der Umsatz derzeit zweistellig und wird voraussichtlich auch noch einen Gewinn ausweisen.

Diadora konzentriert sich weiter auf Laufen und Fahrradfahren, in Sachen Fußball werden hauptsächlich Schiedsrichter ausgerüstet. Damit bleibt der Hersteller im Spiel und im Gedächtnis der Öffentlichkeit und des Handels.

Neue Heritage-Modelle sollen jetzt den Kult- und Coolness-Faktor der Marke unterstreichen. Die ersten Trendmodelle tauchen in Münchner und Berliner Szene-Sneakerläden auf. Ein Revival der einstigen Vorzeigemarke Italiens würde dem Markt insgesamt sicher nur gut tun.

Nicolas Kellner

Autor: Nicolas Kellner