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Head Sports Performance Wear: Von Kopf bis Fuß

  • Marcel Rotzoll
  • Mittwoch | 22. März 2017  |  10:03 Uhr
Tennis ist nach wie vor Volkssport. Komplettanbieter Head will mit den neuen Textilkollektionen eine Brücke schlagen zwischen Court und Freizeit und die Spieler von Kopf bis Fuß ausrüsten.

Text: Marcel Rotzoll

Der Tennis-Boom der 80er und 90er Jahre hatte den weißen Sport einst für den Sportfachhandel besonders attraktiv gemacht. Doch die Zeit der großen Tennisheroen war spätestens Ende der 90er vorüber. Mit dem schwindenden Medieninteresse ging es auch mit dem Sortiment im Sportfachhandel bergab. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung entwuchs der E-Commerce nicht nur den Kinderschuhen, sondern nagte auch an den Marktanteilen des stationären Handels. Zur Folge hatte dies, dass das Segment insgesamt für den Handel weniger attraktiv wurde, viele Flächen verkleinert oder ganz aufgegeben wurden, viele Spezialisten aufgeben mussten. Zudem ist Tennis als Zwitter zwischen Mannschafts- und Einzelsport für den Sportfachhandel ein manchmal mühsam zu bearbeitendes Feld.

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Den modischen Auftritt soll die Trendfarbe Navy unterstreichen
© Head

Was bei dem damit einhergehenden Negativ-Trend gerne übersehen wird, ist, das Tennis nach wie vor Volkssport ist. Wenn auch knapp, ist der Deutsche Tennis-Bund mit 1,4 Millionen Mitgliedern nach wie vor der drittstärkste Sportverband Deutschlands. Mit der aktuellen Weltranglisten-Zweiten Angelique Kerber gibt es wieder ein deutsches Aushängeschild. Zwar kann von einem Boom (noch) nicht die Rede sein, die Beschäftigung mit dem Segment lohnt sich aber allemal.

Einer derjenigen Komplettanbieter, die das Segment trotz aller Probleme in den vergangenen Jahren gepflegt haben, ist Head. Flächendeckend ist man in Deutschland und Österreich vertreten. Neben den auf der Profitour stark präsenten Tennisschlägern wollen die Feldkirchener seit einiger Zeit auch verstärkt mit ihrer Sports Performance Wear punkten. Aktuell wurde das Jahr 2017 gleich zum Jahr der Innovationen erklärt. Man wolle auftrumpfen mit „hochmodernen Outfits für alle Anforderungen und jede Spielsituation“. Ziel sei es, für jeden Spieler vom sportlich engagierten Mannschafts- und Turnierspieler, über fashion-orientierte Akteure bis hin zum Nachwuchs allen Sportlern die richtige Bekleidung zu bieten. Dabei wolle man die Spieler von Kopf bis Fuß ausrüsten. Für die Textilkollektion bedeutet das, dass alle Teile sowohl untereinander als auch mit den Schuhen, Accessoires, den Taschen und den Rackets kombinierbar sein sollen.

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Die Transition-Linie soll den Bogen zwischen „Fashion, Fun und Fitness“ spannen
© Head

„Sowohl auf der ISPO als auch der ÖSFA war die Stimmung seit Jahren wieder flächendeckend positiv“, erklärt uns der Sales- und Marketing-Direktor Performance Sportswear Walter Zehrer auf der ÖSFA. „Auch wenn das Thema bei beiden Messen der Skisport war, wirkt sich diese Stimmung auch auf den Sommer aus. Das Interesse des Handels und der Endverbraucher an unserer Tennisbekleidung wächst weiter und wir gehen von weiteren Absatzsteigerungen aus. Damit können wir den positiven Trend von Head Performance Sportswear aus dem letzten Jahr fortsetzen.“

Die aktuelle Textilkollektion besteht dabei aus den fünf Linien Club, Vision, Transition, Performance sowie Performance Couture. In Sachen Innovation stehen dabei neben der Kombinierbarkeit der Teile vor allem technische Features im Mittelpunkt. So soll „die hochwertige, schweißabsorbierende“ ENDOdry-Funktion für ein trockenes, angenehmes Hautgefühl sorgen und den Feuchtigkeitsaustausch regulieren. ENDOphase ist eine bei Polos, Shirts und Shorts zum Einsatz kommende „Warp-Knitting“-Technologie, die eine nahtlose Implementierung verschiedener Materialstrukturen ermögliche „für punktgenau platzierte Performance-Zonen“. Dadurch würden Nähte und Gewicht reduziert, der Tragekomfort und die Atmungsaktivität der Textilien gleichzeitig erhöht. Hinzu kommen die bekannten Technologien ERGOfit und ERGOstretch. Ziel sei es, so Walter Zehrer, „höchsten Tragekomfort, bestes Klimamanagement und optimale Bewegungsfreiheit auf dem Court zu erreichen. Jede Spielerin und jeder Spieler fühlen sich zu jedem Zeitpunkt optimal unterstützt und bekleidet, um den Sport perfekt auszuüben – sie fühlen sich Head immer wohl.“

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Die High-End-Linien der Performance-Kollektion sind „für Sportler mit höchstem Anspruch an Material, Design und Schnittführung“ konzipiert
© Head

Die Clublinie ist dabei in erster Linie für Mannschaften konzipiert, „die ihren Verein durch die Bekleidung nach Außen repräsentieren wollen“. Um Nachkäufe zu ermöglichen, laufen die Designs mindestens zwei Jahre durch. Zu den Grundfarben Weiß, Rot, Blau und Schwarz kommt bei den Männer-Shorts und -Bermudas zu dieser Saison Navy mit den „Trendfarben Light Blue und Green“ sowie leuchtendes Orange hinzu. Bei den Damen werden die Röcke und Pantys neu auch in Violett und Koralle geliefert. Vision sei als farblich frische und moderne Linie für fashionorientierte Spieler gedacht, die nicht nur auf dem Tenniscourt getragen werden kann, sondern auch für den Multisport einsetzbar ist. Vision sei komplett match- und mixbar und komme mit bunten, grafischen Drucken auf Hoodys, Shorts, Shirts, Polos und Tanks. Die auch auf den Freizeitnutzen hin konzipierte Transition-Linie richtet sich an jüngere Aktive für das Training, die Vorbereitung auf das Spiel oder die Erholung nach dem Spiel. Die Linie soll den Bogen spannen zwischen „Fashion, Fun und Fitness“. Sowohl Performance als auch Performance Couture sind schließlich die beiden High-End-Linien „für Sportler mit höchstem Anspruch an Material, Design und Schnittführung“. Die Technologien ENDOdry und ENDOphase sollen für noch höheren Tragekomfort sorgen. Die Couture-Linie will High Perfomance mit High-End-Fashion kombinieren und insbesondere für Damen „jeden Platz in einen Laufsteg“ verwandeln.

Insgesamt wolle Head als Komplettanbieter auftreten. Egal also, ob Rackets, Schuhe oder Textilien, alle Programme seien untereinander abgestimmt. „Das Konzept der Ausstattung von Kopf bis Fuß“, so Walter Zehrer, „überzeugt alle Zielgruppen von aktiven Mannschafts- und Turnierspielern bis zu Freizeitsportlern.“ Die Sommerkollektion 2017 habe im Handel und auch bereits auf den Tennisplätzen „eine sehr hohe Akzeptanz gefunden. Damit wird der positive Trend der letzten eindeutig fortgesetzt.“

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Die Designs der Clublinie laufen zwei Jahre durch
© Head

Die Frage danach, ob die Talsohle im Segment Tennis durchschritten ist oder nicht, ist müßig. Wie bei anderen Segmenten, die ihre Boomphase hinter sich haben, gilt auch beim Tennis, dass es viele Händler gibt, die sich entsprechend spezialisiert sehr erfolgreich im Markt bewegen. Mit den alten Fachhandelstugenden wie Beratung, Service, Sortimentstiefe und vor allem Verfügbarkeit punkten diese Händler gegenüber ihren Mitbewerbern. Gleichzeitig versuchen die Lieferanten mit Innovationen und frischen Designs die Nachfrage nach neuen Produkten zu beleben. „Als zuverlässiger Partner des Sportfachhandels“, erklärt Walter Zehrer abschließend, sei Head seit Jahren bekannt, „und unterstützt seine Partner vor allem mit durchgängigen Konzepten.“ Als Beispiel dafür sei das Trainerkonzept für die Clublinie angeführt, das die Zusammenarbeit von Händlern, Clubs und Trainern nachhaltig verbessern soll. Dafür stellen die Feldkirchener den Tennistrainern über die Handelspartner Flyer für diese Textilkollektion zur Verfügung.

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 05 / 2017