• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Racket Sports

Dunlop will wieder angreifen

  • Marcel Rotzoll
  • Donnerstag | 30. August 2018  |  17:59 Uhr
Am Vorabend der US Open stellt Dunlop in New York die neue Markenstrategie vor und macht klar, dass man wieder mitspielen will im Reigen der großen Tennis-Marken.

„Love the Game“ heißt es ab sofort bei Dunlop. Unter diesem Slogan wird die Racketsport-Marke ab sofort auf allen Werbematerialen und in der Kommunikation auftreten. Er solle die eigene Leidenschaft für alle Racket-Sportarten unterstreichen und zeigen, dass man „technisch überlegene Produkte mit der Sorgfalt und Liebe zum Detail zu kreieren“ imstande sei. Gleichzeitig verkündete die Marke, dass man mit der australischen Tennis-Legende Rod Laver einen neuen Markenbotschafter gewinnen konnte. Rod Laver war es dann auch, der mitteilen konnte, dass Dunlop ab 2019 den offiziellen Spielball der Australien Open stellen wird. Der Vertrag mit dem ersten Grand-Slam-Turnier der Saison sei über mehrere Jahre geschlossen worden. Damit löst Dunlop bei den Australian Open den langjährigen Balllieferanten Wilson ab. Produktseitig wurde zudem die Tennisschlägerserie Dunlop CX Series vorgestellt, die sechs verschiedene Modelle umfasst und 2019 auf den Markt kommt.

Hideaki Kawamatsu, Leiter der Sports Division bei dem japanischen Dunlop-Eigner Sumitomo Rubber Industries (SRI), versteht die Präsentation in New York als einen „bedeutenden Meilenstein für Dunlop“: „Unsere neuen Partnerschaften mit den Australian Open und Rod Laver positionieren uns auf der Höhe des Tennissports und unterstreichen sowohl für die Verbraucher als auch für die Branche, dass unser Engagement für den Sport von Dauer sein wird.“ Für die kommenden Monate werden weitere Partnerschaften angekündigt.

neuer_name
Tennis-Ikone Michael Chang, SRI Sports Division-Boss Hideaki Kawamatsu, Richard Heaselgrave vom Australischen Tennisverbandes und Tennis-Spieler Kevin Anderson (vlnr.) wollen mit Dunlop zurück zu alter Größe.
© Dunlop

Im April des vergangenen Jahres hatte das japanische Unternehmen Sumitomo Rubber Industries die Markenrechte an Dunlop für knapp 112 Millionen Pfund (rund 131 Millionen Euro) von Sports Direct gekauft. Unter Sports Direct hatte die Tennismarke im zuvor abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 42,6 Millionen Britischen Pfund und einen Vorsteuergewinn von knapp 4,1 Millionen Britischen Pfund ausgewiesen. Bei SRI wurde Dunlop in die SRI Sports Limited Tochtergesellschaft eingegliedert, die sich auf Sportausrüstung spezialisiert hat. Neben Dunlop besitzt SRI die Marken Srixon, Cleveland Golf und XXIO. Sumitomo Rubber Industries wurde 1909 im japanischen Kobe gegründet und beschäftigt weltweit über 37.000 Mitarbeiter. Der Umsatz beträgt nach eigenen Angaben etwa 8 Milliarden US-Dollar.

Marcel Rotzoll

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL