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Währungseffekte erlegen das Mammut

  • Andreas Mayer
  • Mittwoch | 23. März 2016  |  21:31 Uhr
Der Schweizer Outdoor-Riese will unter anderem mit eigenen Stores und einem Ausbau des Onlinegeschäfts gegensteuern.

Die Conzzeta AG, Mutterkonzern der Mammut Sports Group, hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 bekannt gegeben. Demnach beendete die Schweizer Traditionsmarke das Geschäftsjahr mit einem Umsatzminus von 1,7 Prozent. Insbesondere in Europa waren die Erlöse rückläufig und konnten nur teilweise durch Zuwächse in China und Nordamerika kompensiert werden.

Neben einem ungünstigen Winterwetter werden auch ein rückläufiges Marktwachstum, steigender Wettbewerbsdruck, generelle Sättigungstendenzen in Zentraleuropa (DACH) sowie Währungseffekte als Gründe genannt.

Letztere schlugen sich am deutlichsten im Betriebsergebnis nieder: Der Gewinn schrumpfte von über 20 Millionen auf nun gerade mal 100.000 Schweizer Franken. Die Kosten der Fertigung muss das Schweizer Unternehmen meist in US-Dollar bezahlen, während die Einnahmen auf Euro lauten. Und im Heimmarkt reißt die plötzliche, einseitige Aufwertung des Franken durch die Schweizer Nationalbank zu Beginn des Geschäftsjahres insbesondere bei Unternehmen mit einem hohen Exportanteil ein zusätzliches Loch in die Kasse.

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Um dies zumindest zum Teil zu stopfen, wurde bereits die eigene Seilproduktion in Seon (Kanton Aargau) verkauft. Darüber hinaus soll die Erlösseite durch Veränderungen im Vertrieb gestärkt werden. Darunter fällt, bestehende Verkaufsflächen aktiver zu bewirtschaften, aber auch, die geografische Präsenz der Marke auszubauen. Dem Unternehmen zufolge soll dies auch mit weiteren Monomarkenstores sowie der Forcierung des Onlinegeschäfts passieren.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur