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VF tritt der UN-Klimaschutz-Charta bei

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 03. Mai 2019  |  10:23 Uhr
Die Fashion Industry Charter for Climate Action, die anlässlich der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz im vergangenen Dezember von 43 Unternehmen der Textilbranche unterzeichnet wurde, gilt vielen als Meilenstein. Mit der VF Corporation tritt nun das erste US-Unternehmen der Charta bei.

Die Unterzeichner der Fashion Industry Charter for Climate Action verpflichten sich, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Zudem enthält die Charta das Fernziel, bis 2050 Netto-Nullemissionen zu erreichen. Zu den Erstunterzeichnern gehörten anlässlich der Klimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018 beispielsweise Adidas, Arcteryx, Esprit, H&M Group, Inditex, Mammut, Otto Group, Puma, Schoeller, Peak Performance, Salomon, Sympatex oder die Outdoor Industry Association (OIA) sowie die Sustainable Apparel Coalition (SAC). Mit der VF Corporation ist nun auch ein amerikanischer Global Player dem Bündnis beigetreten.

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Im Dezember 2018 hatten 43 Unternehmen in Kattowitz die Fashion Industry Charter for Climate Action der UN unterzeichnet. Langfristiges Ziel: bis 2050 soll eine Netto-Nullemission von CO2 erreicht werden.
© Sympatex

„Umwelt- und Sozialverantwortung in den Vordergrund zu stellen, ist für uns von grundlegender Bedeutung dafür, wer wir sind und wie wir bei VF arbeiten“, erklärt VF-President Steve Rendle. „Als eines der größten Unternehmen unserer Branche freuen wir uns auf die Möglichkeit, mit unseren Kollegen zusammenzuarbeiten, um langfristig nachhaltige Lösungen gegen den Klimawandel zu finden.“

Neben der bloßen Zielsetzung, die CO2-Emissionen zu reduzieren, hatten sich die Unterzeichner der Klimaschutz-Charter bereits konkrete Einzelmaßnahmen sowie die Einrichtung von Arbeitsgruppen vorgenommen. Zu den Einzelmaßnahmen und konkreten Handlungsanweisungen gehören beispielsweise die gezielte Auswahl klimafreundlicher Materialien bereits im Designprozess, das Monitoring bzw. Reporting des Klimaeffektes durch die verwendeten Rohmaterialien, die Offenlegung der bevorzugten Materialien und der jeweils eingesetzten Energiequellen sowie das Ziel, die eingesetzten Materialien nach Nutzung wieder einer werterhaltenden Kreislaufwirtschaft zuzuführen. Zusätzlich legen die Unterzeichner regelmäßig die eigene Klimabilanz des jeweiligen Unternehmens offen. Die so entstehende Transparenz nach außen soll für den entsprechenden Anreiz sorgen, die ambitionierten Ziele der Charta auch umzusetzen.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL