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Vaude: Wirtschaften fürs Gemeinwohl

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 18. Mai 2018  |  10:59 Uhr
Vaude veröffentlicht bereits zum zweiten Mal eine Gemeinwohlbilanz, die neben ökonomischen vor allem auch ökologische und soziale Faktoren bewertet.

Vaude will Vorreiter im nachhaltigen Wirtschaften sein. Dazu gehört nach Ansicht des Unternehmens neben umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkten auch das Wirtschaften für das Gemeinwohl und damit die Verantwortung für eine umweltschonende Produktion und faire Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette. Nun hat das Tettnangen Unternehmen zum zweiten Mal eine auditierte Gemeinwohlbilanz veröffentlicht. Geprüft wurde Vaude von der Initiative Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), die sich für ein Umdenken in der Wirtschaft zugunsten des Gemeinwohls einsetzt. GWÖ-Gründer Christian Felber attestiert Vaude dabei vorbildliches Wirtschaften: „Vaude zeigt mit dieser zweiten Bilanz erneut, wie ernsthaft sich das Unternehmen dafür einsetzt, die Wertorientierung in zahlreichen Feldern noch weiter zu vertiefen. Das ist vorbildlich, zumal im Textilsektor oft noch die Devise billiger, achtloser, kurzlebiger vorherrscht.“

Eine Gemeinwohl-Bilanz messe dabei den unternehmerischen Erfolg nicht primär am Finanzgewinn, sondern an seinem Beitrag zum Gemeinwohl. Dazu gehören neben Menschenwürde und Solidarität auch ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sowie Transparenz. Im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitsstandards wie GRI oder EMAS liefere die GWÖ-Bilanz „nicht nur eine hohe Transparenz über alle Bereiche unternehmerischer Verantwortung, sondern auch eine qualitative und quantitative Bewertung.“

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Wirtschaften zum Wohle aller: Manfred Kofranek (GWÖ-Auditor), Lisa Fiedler und Jan Lorch (beide Vaude, vlnr.)
© Vaude

„Unser Wirtschaftssystem geht in die falsche Richtung“, kommentiert Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz. „Unternehmen sollten nicht nur nach ihrem finanziellen Erfolg bewertet werden. Sie sollten auch daran gemessen werden, inwieweit sie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen und die wahren Kosten für ihre Produkte berücksichtigen. Dann würden globale Herausforderungen wie die Klimaerwärmung einen ganz anderen Stellenwert in unserer Welt erhalten. Deswegen unterstützen wir die Gemeinwohl-Ökonomie und freuen uns, dass dieses Konzept auch in der Politik und der Wirtschaft immer mehr Zuspruch findet.“

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL