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Vaude will Umwelt- und Sozialstandards in gesamter Lieferkette

  • Marcel Rotzoll
  • Montag | 07. November 2016  |  15:24 Uhr
Im September lud Vaude zu einem Stakeholder-Workshop zum Thema Umwelt- und Sozialstandards in der globalen Lieferkette. Im Vordergrund stand dabei der Austausch zum Projekt ’Environmental Stewardship in the Supply Chain’.

Vor über einem Jahr hatte Outdoor-Ausrüster Vaude das Projekt ’Environmental Stewardship in the Supply Chain’ gestartet, welches vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) im Rahmen des ’develoPPP.de’-Programms finanziell unterstützt wird. Ziel dieses Pilotprojektes ist es, Lieferanten sowohl Bewusstsein als auch Wissen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln. Denn die Lieferkette endet nicht bei den Produzenten, sondern umfasst auch die vorgelagerten Stufen der Produktion. Auf diese Materiallieferanten in den Spinnereien, Webereien oder Färbereien könne man jedoch als Hersteller kaum Einfluss nehmen.

Im Rahmen des Projekts ’Environmental Stewardship in the Supply Chain’ sollen Lieferanten befähigt und motiviert werden, eigenverantwortlich Maßnahmen in diesen Bereichen umzusetzen. Oft ließen sich durch jene Maßnahmen Betriebskosten senken. „Nachdem wir erreicht haben, dass in der Produktionsstufe 1 (Anm. d. Red.: also bei den Produzenten) fair und umweltfreundlich gearbeitet wird, setzen wir uns nun dafür ein, dass auch alle Zutaten für unsere Produkte konsequent umweltschonend und fair hergestellt werden“, erläutert Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz die Hintergründe des Projektes, das als Best-Practice-Beispiel für die Textilbranche innerhalb des ’Bündnis für nachhaltige Textilien’ dienen soll und im September in einem Workshop mit Stakeholdern diskutiert wurde.

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Vertreter aus Politik, Branche und Forschung diskutierten im September Vaude-Pilotprojekt
© Vaude

Entsprechend fanden sich Vertreter aus Politik, Outdoor-Branche und Forschung ein, um sich zum Projekt auszutauschen. Mit dabei waren Vertreter des Bundesumweltministeriums, des BMZ, der DEG, ebenso wie Nicole Espey, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie und Pamela Ravasio, CSR-Manager des Branchenverbands European Outdoor Group. „Wir haben wichtige Stakeholder an einen Tisch bekommen und sehr positives Feedback sowie wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung des Projekts erhalten. Es zeigt sich, dass es sinnvoll ist bei übergreifenden Themen den Dialog zu pflegen, denn gemeinsam können wir viel mehr bewegen“, fasst Antje van Dewitz die Erkenntnisse des Workshops zusammen.

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL