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Vaude erhält Anerkennungspreis

  • Astrid Schlüchter
  • Montag | 27. Mai 2019  |  10:43 Uhr
Erstmals hat das Bundesland Baden-Württemberg einen Integrationspreis verliehen. Vaude wurde für die „Unternehmer-Initiative Bleiberecht durch Arbeit” mit dem Anerkennungspreis geehrt.

Antje von Dewitz freute sich über den Anerkennungspreis für die Unternehmer-Initiative „Bleiberecht durch Arbeit” und bedankte sich für die Unterstützung der Ministerien für Integration auf Landes- und Bundesebene. Zugleich brachte sie aber auch deutlich die Forderung der Unternehmen zum Ausdruck: „Wir brauchen eine Perspektive und Sicherheit für unsere Unternehmen und die bei uns arbeitenden Menschen.”

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Die glücklichen Gewinner: Am 21. Mai haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Stuttgart erstmals den Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg verliehen.
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Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Manne Lucha und dem Fußballspieler Cacau berichtete von Dewitz von ihrem Engagement und wandte sich eindringlich an die Politik: „Es ist zynisch, dass die Unternehmen mehrfach instrumentalisiert werden. Zunächst, um dazu beizutragen, möglichst viele Geflüchtete zu integrieren. Dann um die Sozialkassen durch beschäftigte Geflüchtete zu entlasten. Und schließlich, um durch den festen Arbeitsplatz, den sie den Geflüchteten bieten, deren Abschiebung zu erleichtern. Denn da wisse man verlässlich, wo sich die Geflüchteten aufhalten… Ohne jetzt auf die humanitäre Seite und den tiefen Frust einzugehen, der bei all denen ausgelöst wird, die sich für Integration mit Leidenschaft eingesetzt haben, wird dabei auch vergessen, dass gut integrierte geflüchtete Mitarbeiter inzwischen für das Funktionieren der Unternehmen sowie der Wirtschaft im ganzen Land unverzichtbar geworden sind.“

Die Unternehmer-Initiative forderte einen Sonderweg ähnlich dem in Nordrhein-Westfalen, der den Ausländerbehörden anhand verbindlicher Anwendungshinweise vorgibt, wie sie entscheiden sollen. So soll dort bspw. das Aufenthaltsgesetz künftig so ausgelegt werden, dass gut integrierten Asylbewerbern, die einer geregelten Beschäftigung nachgehen, eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wird. Auf Bundesebene fordert die Initiative, dass das „Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung” nachgebessert wird.

Astrid Schlüchter

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Autor: Astrid Schlüchter

Redaktion Süd sportFACHHANDEL

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