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Überraschung vor der OutDoor: Tim Boyle is Back!

  • Nicolas Kellner
  • Freitag | 09. Juni 2017  |  11:46 Uhr
Der Sportswear- und Outdoorartikel-Anbieter Columbia baut umfassend seine Führungsriege um. Die spektakulärste Überraschung: CEO Tim Boyle rückt nach dem Weggang von Bryan Timm wieder auf den Präsidenten-Posten.
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Branchen-Urgestein Boyle ist seit 1988 CEO von Columbia. Als Präsident hatte er 2015 den Stab an Timm übergeben. Ab 1. Juli hält er nun wieder beide Posten in Personalunion inne. „Wir spüren ein starkes Momentum bei unseren dynamischen Marken“, sagt der neue alte Columbia-Boss. Er sei „zuversichtlich, dass die Führungsstruktur, die wir heute verkünden, unsere Fähigkeit, unsere strategische Planung erfolgreich umzusetzen, verbessern und nachhaltiges, profitables Wachstum fördern wird.“ Man sehe sich stärker denn je als Marken-geführte und Kosumenten-orientierte Firma mit klarer Strategie hinsichtlich Marke, der Positionierung in den Regionen und bei den Vertriebskanälen.

Dazu kündigte der Outdoor-Ausrüster noch zahlreiche weitere Veränderungen im Top-Management an. Tom Cusick wird Executive Vice President und Chief Operating Officer. Seine Funktionen als Finanzvorstand und Schatzmeister bleiben davon unberührt. Peter Bragdon übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Aufsicht über den internationalen Vertrieb und wird seine Aufgaben bei der Unternehmenskommunikation ausbauen.

Joe Boyle wird ebenfalls Executive Vice President und oberster Brand Manager von Columbia. Damit ist er verantwortlich für das weltweite Branding in den Segmenten Bekleidung, Schuhe, Zubehör und Ausrüstung. Doug Morse soll als Senior Vice President die zugehörigen Marken Mountain Hardwear, prAna und Sorel weiterentwickeln und die Columbia-Geschäfte in Japan, China und Korea betreuen. Franco Fogliato wird zum Executive Vice President und General Manager für Nordamerika befördert. Für den hiesigen Handel am wichtisgten ist die Neubesetzung mit Matthieu Schegg, der als Vice President die Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika (EMEA) beaufsichtigt. Alle sechs Manager berichten künftig direkt an Tim Boyle.

Columbia setzt auf Wachstum: Der Nettoumsatz kletterte im Geschäftsjahr 2016 um 2 Prozent auf 2,37 Mrd. US-Dollar (2,2 Mrd. Euro). Die Region EMEA war mit 254 Mio. US-Dollar (+9 Prozent) beteiligt. Netto erhöhte sich der Gewinn insgesamt um 10 Prozent auf 192 Mio. US-Dollar. Columbia selbst erwirtschaftete 1,91 Mrd. US-Dollar (+2 Prozent). Sorel kam auf 213 Mio. US-Dollar (+2 Prozent), prAna (im Sommer 2014 übernommen) auf 140 Mio. US-Dollar (+12 Prozent). Im Rückwärtsgang befinden sich die Erlöse von Mountain Hardwear mit 104 Mio. USD (-11 Prozent). Im laufenden Jahr rechnet der Ausrüster mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 4 Prozent.

Nicolas Kellner, Berlin

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Autor: Nicolas Kellner