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Schöffel und Fair Wear Foundation feiern 10-jährige Zusammenarbeit

  • Ralf Kerkeling
  • Dienstag | 09. Februar 2021  |  09:00 Uhr
Seit nunmehr 10 Jahren währt die Zusammenarbeit von Outdoorhersteller Schöffel mit der Fair Wear Foundation. Eine Zusammenarbeit, die sich für beide Seiten ausgezahlt hat und sichtbar für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fertigung von Produkten einsetzt.
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Seit nunmehr 10 Jahren währt die Zusammenarbeit von Outdoorhersteller Schöffel mit der Fair Wear Foundation.
© Schöffel

Viel erreicht – und noch viel zu tun: Schöffel arbeitet heute auf den Tag genau 10 Jahre mit der Fair Wear Foundation zusammen. Peter Schöffel, der das Familienunternehmen aus Schwabmünchen in der siebten Generation führt, startete damals die Zusammenarbeit mit der international tätigen Nichtregierungsorganisation (NGO) und setzte sich damit sichtbar für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fertigung seiner Produkte ein.

Eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen: Schöffel folgt heute klar messbaren Kriterien an eine soziale Produktionsweise und unterzieht seine operative Tätigkeit strengen unabhängigen Audits. Dabei gilt: Der Weg ist das Ziel, denn jedes Jahr steigen die Anforderungen durch die Fair Wear.

Schöffel nutzt mit seinem Engagement die eigenen Ressourcen und die Stärke der Marke Schöffel, um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Produktionsorten in insgesamt 11 Ländern stetig zu verbessern und somit zu einer echten Veränderung zu führen. Die Fair Wear setzt dabei klare Vorgaben mit Blick auf Prozesse, Transparenz und auch Dokumentation mit dem Ziel einer fortlaufenden

Weiterentwicklung. Zuletzt wurde die Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie einem extremen Härtetest unterzogen: Durch die gemeinsam erreichten Fortschritte im Zusammenspiel mit den Produktionspartnern gelang es Schöffel, die Betriebe vor Ort zu unterstützen, um stabile Lieferketten zu gewährleisten – zum Beispiel wurden keine Aufträge storniert und verspätete Lieferzeiten auch nicht

sanktioniert.

Weniger Überstunden und Arbeit an Existenz sichernden Löhnen

Die Zusammenarbeit von Schöffel mit der Fair Wear berücksichtigt zahlreiche Aspekte der Arbeitsbedingungen an den einzelnen Produktionsstandorten. Zu den wesentlichen Veränderungen der vergangenen 10 Jahre zählen …

- Reduzierung der Produktionspartner: Konzentration auf ausgewählte

Partnerbetriebe, die mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung der Produktionsbedingungen übereinstimmen.

- Keine Vergabe von Unteraufträgen: Schöffel arbeitet direkt mit den

Produktionsbetrieben zusammen, die keine Subunternehmen beschäftigen und die Vorgaben somit nicht umgehen können.

- Abbau von Überstunden: Analyse der Ursachen und Zusammenarbeit mit den Produktionspartnern an einer wirkungsvollen Verringerung von Überstunden.

- Arbeitssicherheit: Die überdurchschnittlichen Standards der Fair Wear zur Arbeitssicherheit werden an den Produktionsstandorten sichergestellt und fortlaufend überprüft.

- Existenz sichernde Löhne: In Zusammenarbeit mit der Fair Wear und anderen Outdoormarken verfolgt Schöffel eine kontinuierliche Lohnsteigerung bei den Arbeitnehmern der Partnerunternehmen

- Trainings der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: An den Produktionsstandorten finden regelmäßige Trainings zu Themen wie Arbeitsstandards, Arbeitsrecht, Beschwerdemechanismen und sozialer Dialog statt.

- Höhere Beschaffungspreise: Die Anhebung der sozialen Standards in der Produktion ist mit deutlich höheren Kosten verbunden, die Schöffel nicht an die Kunden weitergibt.

Höhere Transparenz über die Produktion

Neben den sozialen Erfolgen der vergangenen Jahre hatte die Zusammenarbeit auch positive Effekte auf das operative Geschäft bei Schöffel. So wurden die Planungen im Zusammenspiel mit den Produktionspartnern verbessert, die Transparenz über den Produktionsprozess deutlich erhöht, die Lieferketten gestärkt und nicht zuletzt das Risikomanagement verbessert.

Schöffel hat dank seines Engagements in den vergangenen sechs Jahren den Leader-Status der Fair Wear erreicht, der ein besonderes Engagement bei der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Sozialstandards kennzeichnet. Dabei hatte das Familienunternehmen im Jahr 2020 unter allen Outdoor-Marken besonders gut in der Bewertung abgeschnitten – und das bei jährlich gestiegenen Anforderungen an die eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Quelle: Schöffel

Ralf Kerkeling

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Autor: Ralf Kerkeling

Chefredakteur

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