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Ortlieb verzichtet auf Dropshipping-Gebühren

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 29. Mai 2020  |  12:57 Uhr
Dropshipping-Gebühren entstehen in der Regel, wenn ein Händler ein Streckengeschäft bei einem Hersteller platziert. Der Hersteller verschickt also im Namen des Händlern Ware an einen Kunden. Diese Gebühr setzt Radtaschen-Spezialist Ortlieb nun vorerst aus.

„Ortlieb ist Partner des Fachhandels und dies nicht nur in Krisenzeiten. Der stationäre Fachhandel als wichtigstes Standbein der Vertriebsaktivitäten ist immer Teil der strategischen Überlegungen“, so Sales Director Martin Esslinger. Gerade weil die umsatzstarken Frühlingsmonate für die Handelspartner enorm wichtig seien, soll nun die Servicegebühr für Dropshipping-Bestellungen „bis auf weiteres“ entfallen. Dem Handelspartner sollen so keine Zusatzkosten beim Verkauf eines Ortlieb-Produktes entstehen, falls er dieses „aufgrund von Liquiditätsengpässen oder fehlender Nachbestellung im Zuge der Corona-bedingten Schließung aktuell nicht in seinem Geschäft vorrätig hat.

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Im Auftrag des Händlers: Ortlieb versendet Bestellungen direkt an Kunden, verzichtet dabei aber auf die Dropshipping-Gebühren.
© Ortlieb

Um Kunden auch vor Ort im Fachgeschäft auf diese Möglichkeit hinzuweisen, haben die Heilsbronner einen speziellen PoS-Werbeaufhänger an alle Fachhandelspartner verschickt. Dieser könne unkompliziert an eine Ortlieb-Tasche eingehängt werden. Um eine Dropshipping-Bestellung auszulösen, kann der Händler das entsprechende Produkt im Online-Händlerbereich von Ortlieb mit dem Kunden auswählen. Der Kunde bezahlt bereits vor Ort die Bestellung. Ortlieb liefert anschließend die Tasche direkt zum Kunden.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL