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Mammut steht vor dem Verkauf

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 10. Dezember 2019  |  10:10 Uhr
Der Mischkonzern Conzzeta, zu dem Outdoorausrüster Mammut gehört, will das eigene Portfolio straffen. Mammut soll deshalb aufgrund eines zu geringen internationalen Marktzugangs verkauft werden.
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Kam international nicht hoch genug hinaus: Weil es innerhalb des Konzerns keine internationale Perspektive gebe, Weill Conzzeta Mammut verkaufen.
© Mammut

Zumindest die nackten Zahlen sprechen in den vergangenen Jahren für Mammut. Der Abwärtstrend konnte 2018 gestoppt werden. Seitdem stiegen die Umsätze der Schweizer wieder, zuletzt von 228,6 Millionen Schweizer Franken 2017 auf 253,4 Millionen Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2018. Und auch im ersten Halbjahr 2019 konnte Mammut den eigenen Umsatz nochmals um 6,9 Prozent auf 117,9 Millionen Schweizer Franken steigern. Nun jedoch teilt die Conzzeta AG mit, dass man den Konzern auf die margenstarke Blechbearbeitung und den Geschäftsbereich Bystronic konzentrieren will.

Mammut verfüge demgegenüber nicht über eine „führende globale Marktposition mit kritischer Größe“ und kann diese offenbar unter dem Conzetta-Dach „innert nützlicher Frist“ nicht aufbauen. Konkret teilt Conzzeta mit: „Obwohl Umsatz und Gewinn von 2016 bis 2018 deutlich gesteigert werden konnten, und auch für 2019 weitere Verbesserungen erwartet werden, verfügt Mammut als Teil von Conzzeta außerhalb von Europa letztlich nicht über den notwendigen Marktzugang, um das Potenzial in absehbarer Frist zu realisieren.“ Man wolle nun einen Käufer für die Outdoormarke finden, der über die entsprechenden Voraussetzungen verfüge. Mit anderen Worten: Über einen internationalen Marktzugang. „Vorbehaltlich der Marktlage“ solle der Verkauf bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL