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LEKI profitiert von verändertem Freizeitverhalten

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 19. Mai 2020  |  12:16 Uhr
Die aktuelle Situation hat auch neuen Bedarf in bestimmten Segmenten hervorgebracht. So kamen im März und April rund 90 Prozent der Nachorder aus Deutschland aus dem Nordic Walking Segment.
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Alle Branchenteilnehmer sind durch die Corona-Krise mit großen Herausforderungen konfrontiert. Für LEKI zahlt sich nun die Spezialisierung und die Fertigung in Europa aus, teilt das Unternehmen mit. Man werde die Krise aber meistern, zeigt sich die LEKI-Geschäftsführung, bestehend aus Waltraud Lenhart, Matthias Hatt und Martin Rominger, überzeugt. Mehrere Faktoren lassen die Kirchheimer dabei positiv in die Zukunft blicken.

Die aktuelle Situation habe neuen Bedarf in bestimmten Segmenten hervorgebracht. So seien im März und April rund 90 Prozent der Nachorder aus Deutschland aus dem Nordic Walking Segment gekommen. „In den vergangenen Wochen mussten sich alle an die Social Distancing-Regeln halten, Nordic Walking kann man aber alleine direkt vor der eigenen Haustüre ausüben. Das hat sich als guter Ausgleich erwiesen.“, erklärt Matthias Hatt. Doch auch andere Segmente verzeichneten eine Nachorder. International wurden auch Produkte aus dem Trail Running Bereich nachbestellt, trotz Absage nahezu aller wichtigen Rennen. „Spezialist und Marktführer in mehreren Produkt-Kategorien zu sein, verschafft uns in dieser schwierigen Phase ein hohes Maß an Stabilität“, sagt Hatt. So kann der Handel von LEKI für den Sommer 2021 zu 95 Prozent Durchläufer und somit Planungssicherheit erwarten. Zu neuen Produkten und Innovationen verrät Hatt: „Die aktuelle Situation hält uns natürlich nicht davon ab mit den 5 Prozenten Neuheiten Akzente zu setzen und den Kunden zu begeistern. Viele Innovationen benötigen zudem Zeit um beim Endverbraucher anzukommen.“

Made in Europe wird belohnt

Die eigene Produktion in Tschechien wurde krisenbedingt vom Zweischicht- auf den Einschicht-Betrieb umgestellt. Sie laufe aber seit Krisenbeginn ohne Unterbrechung. Es gelte, die platzierten Aufträge verlässlich und fristgerecht zu liefern. „Unsere eigene Produktion erlaubt es uns, Rohmaterialien vorzuhalten und auf den aktuellen Bedarf schnell anzupassen... ‘Made in Europe‘ wird jetzt belohnt“, erklärt Martin Rominger. Zwar sei man bei bestimmten Komponenten oder Materialien von spezialisierten Zulieferern abhängig. Insgesamt erlaube die hohe Wertschöpfungstiefe jedoch ein hohes Maß an Flexibilität.

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Die LEKI-Geschäftsführung (v.l.n.r.): Martin Rominger, Waltraud Lenhart, Matthias Hatt

„Ich bin nun seit über 40 Jahren ein Teil von LEKI und es gab in der Vergangenheit immer wieder Herausforderungen, die oft sehr schwierig und bedrohlich für die Firma waren", resümiert Waltraud Lenhart. "Vor einer zunächst unlösbaren Aufgabe standen wir auch 2012 durch den Unfalltod meines Mannes. Mit der Bereitschaft zur Veränderung, mit Teamgeist und einem starken Willen hat LEKI diesen Neustart gemeistert. Agilität und Flexibilität sind dabei für unseren Erfolg unablässig. Wir stellen heute und auch in Zukunft sicher, dass sich unsere Partner und unsere Kunden auf LEKI verlassen können.“

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur