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Karpos kooperiert mit Eisforschungsprojekt Ice Memory

  • Ralf Kerkeling
  • Dienstag | 08. Juni 2021  |  11:11 Uhr
Der Outdoorhersteller Karpos unterstützt das internationale Forschungsprojekt Ice Memory. Das durch die UNESCO geförderte Projekt untersucht Auswirkungen des Klimawandels anhand von Eisbohrungen in Gletschern.
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Forscher untersuchen Gletschereis durch Eisbohrungen.
© Karpos

Das Team des internationalen ICE MEMORY Forschungsprojektes, das von den UNESCO National Commissions in Frankreich und Italien anerkannt und gefördert wird, führt Eiskernbohrungen an den bedeutendsten Gletschern dieser Erde, die durch die globale Erderwärmung vom Abschmelzen bedroht sind, durch.

Die Gebirgsregionen auf unserem Planeten reagieren bekanntlich besonders empfindlich auf den Klimawandel. Nach aktuellen Angaben sagen Wissenschaftler das Verschwinden der meisten unter 3.600 Meter hoch gelegenen Gletscher in den Alpen bis zum Jahr 2100 voraus.

Die Untersuchungen der Eisbohrkerne ermöglichen es, unser Klima und unsere Umwelt besser zu verstehen. Sie liefern uns grundlegende Angaben über umfangreiche, physikalische Zusammenhänge und wichtige Hinweise auf die Dringlichkeit, die Folgen des Klimawandels zu überwachen und zu mindern.

In jeder einzelnen Eisschicht nämlich sind Informationen über das Klima und die Entwicklung des Ökosystems eingeschlossen, durch die wir wichtige Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Erdatmosphäre gewinnen und Rückschlüsse auf klimatische Entwicklungen ziehen können.

Neben den bekannten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Umwelt und das alpine Ökosystem, verlieren wir mit der Gletscherschmelze auch ein bedeutendes Archiv unserer Klimageschichte. "Die Berge verzaubern alle, die sich auf sie einlassen. Und genau deshalb müssen wir sie für uns und vor allem für unsere Kinder schützen und bewahren", erklärt Gioia Cremonese, Karpos Business Unit Director.

Das Projekt ICE MEMORY wurde ins Leben gerufen, um den Verlust umfangreicher und wichtiger Informationen zu verhindern, die wiederum nötig sind, den Klimawandel zu erforschen. Die entnommenen Eisbohrkerne werden in die Antarktis, die kälteste Region des Planeten, gebracht.

Dort werden sie auf dem italienisch-französischen Stützpunkt Concordia, der im Zentrum des antarktischen Plateaus auf über 3.200 Meter liegt, wie ein Heiligtum bewahrt. Bei einer jährlichen Durchschnittstemperatur von -54,5°C gilt dieser Ort als zuverlässigster (und natürlichster!) Gefrierschrank der Welt.

Quelle: Karpos

Ralf Kerkeling

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Autor: Ralf Kerkeling

Chefredakteur

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