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Hoher Besuch in Vaude-Manufaktur

  • Marcel Rotzoll
  • Mittwoch | 03. Mai 2017  |  09:44 Uhr
Neben ausgewählten Pressevertretern begrüßte Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz am vergangenen Freitag auch den baden-württembergischen Sozial- und Integrationsminister in der neuen Vaude-Manufaktur, der sich dort über die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen informierte.

In der vergangenen Woche herrschte reger Betrieb am Firmensitz des Outdoor-Ausrüsters Vaude. Neben dem Green Shape Campus, einer Schulungsreihe für den Sportfachhandel zum Thema Nachhaltigkeit, begrüßten die Tettnanger am Freitag gleichzeitig ausgewählte Fach- und regionale Pressevertreter, um die neue Manufaktur zu präsentieren. Nach dem verheerenden Brand am 27. April 2015 war die Produktion zerstört. Der am 2. Januar diesen Jahres eingeweihte Neubau bietet nun die Möglichkeit einer klimaneutralen Produktion.

Insgesamt 24 Radtaschen- und Sondermodelle werden in der Manufaktur gefertigt. Made in Germany bedeute derzeit noch, so Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz, dass man weniger an den Produkten verdiene. Es bedeute aber ebenso, dass man vor Ort mehr experimentieren könne, innovativer werde. Es bedeute, dass man noch emotionalere Produkte herstellen und sich gleichzeitig das positiv aufgeladene Image von Produkten Made in Germany zu Nutze machen könne – und das erfolgreich. Die Made in Germany-Produkte verzeichnen jährlich ein Wachstum von 20 %. Die 51 Mitarbeiter stammen gebürtig aus 19 Nationen. Darunter sind sieben Flüchtlinge, die laut Antje von Dewitz aus der Fertigung nicht mehr wegzudenken sind. Mit vor Ort waren deshalb auch Manfred Lucha, baden-württembergischer Sozial- und Integrationsminister, sowie der Chef der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit Christian Rauch, die sich über die Integration von Flüchtlingen bei Vaude informierten. Denn nicht nur den Fachhandel plagen Probleme bei der Mitarbeiterfindung, sondern auch die Industrie, umso wichtiger seien die politischen Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen.

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Der Baden-Württembergische Integrationsminister Manfred Lucha (Mitte) informiert sich mit Christian Rauch (Rechts) von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit bei Antje von Dewitz (Links) über die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen
© SFH

Keine Vaude-Veranstaltung ohne Hinweis auf die eigenen Nachhaltigkeitsbestrebungen: „Das Interesse an Nachhaltigkeit im Fachhandel wächst stetig“, erkennt Unternehmenssprecher Benedikt Tröster im Rahmen des Green Shape Campus. Und Antje von Dewitz ist überzeugt, dass nachhaltige Produkte dem Sportfachhandel die Möglichkeit bieten, mit Kunden noch enger in Kontakt zu kommen und beispielsweise durch Reparaturservice oder Recycling-Sammelboxen auch in engem Kontakt zu bleiben. Für Vaude selbst, ist sie überzeugt, dass die Anstrengungen zu Europas nachhaltigstem Outdoor-Ausrüster zu werden, das Unternehmen unverwechselbar und innovativ gemacht haben.

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL