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Gore setzt sich neue Klimaziele

  • Andreas Mayer
  • Mittwoch | 24. Juni 2020  |  11:00 Uhr
Ein zentrales strategisches Ziel innerhalb des neuen "Sustainability Frameworks" ist es, die CO2-Emissionen verringern. Unter anderem arbeitet Gore auf CO2-Neutralität bis 2050 hin.
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Ross MacLaine leitet das Sustainability-Team der Fabrics Division von W. L. Gore & Associates.

W. L. Gore & Associates hat heute ein neues, sogenanntes "Sustainability Framework für seine Fabrics Division (Bekleidung) vorgestellt. Das Gerüst soll die Weiterentwicklung der generellen Nachhaltigkeitsstrategie widerspiegeln. Impulsgeber sind globale Trends und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN SDGs).

Ein zentrales strategisches Ziel innerhalb des Sustainability Frameworks ist es, die CO2-Emissionen verringern. Um nachvollziehen zu können, wo welche Emissionen in welcher Größenordnung auftreten, führte die Fabrics Division im Jahr 2019 eine gründliche Analyse ihres Carbon Footprints durch. Auf der Datenbasis von 2016 folgte Gore dabei einer strengen und wissenschaftlich fundierten Methode, um – gemäß dem „Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard“ – CO2-Ziele für seine Marke GORE-TEX zu setzen; und zwar zur Reduktion der Emissionen aus der Produktion und der zugekauften Energie (Scopes 1 & 2) sowie zur Reduktion produktbezogener Emissionen (Scope 3).

Die Gore Fabrics Division setzt für ihre Marke GORE-TEX demnach folgende absolute Ziele zur CO2-Reduktion in den Scopes 1 & 2 sowie 3:

▪ Bis 2030 sollen die absoluten CO2-Emissionen, die in den Produktionsstätten und Bürogebäuden von Gore entstehen, um 60% reduziert werden (Scopes 1 & 2).

▪ Bis 2030 sollen die absoluten, produktbezogenen CO2- Emissionen der GORE-TEX Produkte um 35% reduziert werden (Scope 3).

▪ Gore arbeitet auf CO2-Neutralität bis 2050 hin.

Materialeinsatz und Lieferkette

Um diese absoluten Ziele zu erreichen, hat die Marke GORE-TEX Maßnahmen in drei zentralen Bereichen definiert:

▪ Reduktion des Energieverbrauchs in den Gore-Produktionswerken und verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien.

▪ Verbesserung des Produktdesigns durch Einsatz von Materialien, die die richtige Mischung aus dauerhafter Leistungsfähigkeit und geringem ökologischen Fußabdruck haben, aber auch die Performance der Produkte gewährleisten.

▪ Zusammenarbeit mit Lieferanten, um die CO2-Emissionen in deren Werken zu reduzieren, z. B. durch Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien oder die Steigerung der Energieeffizienz.

Ross MacLaine, Sustainability Team Leader der Gore Fabrics Division erklärt: „Mit unserem neuen Sustainability Framework definieren wir den Begriff „Performance“ für uns neu. Wir gehen weg von einer rein technischen Betrachtung, hin zu einer Performance, die Mensch und Umwelt gleichermaßen nützt. Unser Fokus liegt dabei auf Innovationen, die vom Prinzip der Nachhaltigkeit inspiriert sind und einen gesellschaftlichen Nutzen schaffen. Zudem werden wir weiter hart daran arbeiten, die Auswirkungen unserer Aktivitäten und Produkte auf die Umwelt zu minimieren. Wir sind stolz, sagen zu können, dass unser neuer Ansatz den Sustainable Development Goals der UN folgt. Damit tragen wir nicht nur den Anforderungen unseres Geschäfts Rechnung, sondern erfüllen auch die Ansprüche unserer Kunden, unserer Branche und letztlich der Gesellschaft.“

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur