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Gore investiert mehr als 15 Mio. US-Dollar in die Forschung und Entwicklung alternativer Materiallösungen

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 25. August 2015  |  10:16 Uhr
Ziel ist es, neue Lösungen mit einem verbesserten ökologischen Profil zu finden. Gleichzeitig sollen Komfort und Langlebigkeit der aktuell leistungsfähigsten dauerhaft wasserabweisenden Imprägnierungen (DWR) beibehalten oder übertroffen werden.
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Chris Mayer, Gore Produktspezialist und Manager Mountainsports
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Material-Spezialist Gore plant in den nächsten fünf Jahren mehr als 15 Mio. US-Dollar in die Suche nach alternativen Materiallösungen zu investieren. „Wir stehen verschiedenen Ideen und Technologien von internen wie auch externen Quellen offen gegenüber", so John P. Cusick, Global Business Leader Consumer Garments bei Gore.

Seit dem Jahr 2013 untersuche Gore bereits eine Reihe von DWR-Materialien, basierend auf fluorierten und nicht fluorierten Polymeren, wie beispielsweise auf Kohlenwasserstoff- oder Wachs-Basis. Labor- und Feldversuche hätten jedoch gezeigt, dass die wasserabweisenden Eigenschaften von aktuell erhältlichen, nicht fluorierten DWR-Ausrüstungen im normalen Outdoor-Einsatz erheblich kürzer seien als die DWR von Gore. „Bereits nach kurzer Einsatzzeit hat die nicht fluorierte DWR im Feldeinsatz dramatisch nachgelassen," berichtet Cusick. "Mit diesem schnellen Abfall der wasserabweisenden Wirkung ist sicherlich kein Kunde zufrieden, der nach einem komfortablen Kleidungsstück mit langanhaltender Funktionstüchtigkeit sucht.“

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Bernhard Kiel, Leiter des Nachhaltigkeitsprogramms von Gore Fabrics
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Gore nehme die anhaltende Debatte über PFCs ernst und arbeite bereits seit Beginn der PFC-Diskussion in Fachkreisen daran, DWR-Imprägnierungen umweltfreundlicher zu machen, so Bernhard Kiehl, Leiter des Nachhaltigkeitsprogramms von Gore Fabrics. „Wir haben viel investiert und sind eines der ersten Unternehmen, das die Substanz PFOA aus allen Einsatzstoffen seiner gesamten Textilkollektion verbannt hat.“ Darüber hinaus würden Ökobilanzstudien (Life Cycle Assessments) belegen, dass die Langlebigkeit der wirksamste Faktor ist, um den ökologischen Fußabdruck von funktionaler Bekleidung zu reduzieren. „Wir sind davon überzeugt, dass unsere derzeitige DWR-Imprägnierung die beste Kombination aus hohem Komfort, dauerhafter Funktionalität und niedrigem ökologischen Fußabdruck bietet.“

"Als Technologieführer geht unsere Suche über Alternativen zu aktuellen Beschichtungen hinaus," ergänzt John P. Cusik. "Wir beziehen auch völlig neue Ansätze in unsere Forschung ein, die die benötigten Effekte auf unkonventionelle Weise erzielen könnten. Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren, ohne dabei deren Funktionalität zu beeinträchtigen“.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur