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Garmin: Smartwatches hui, Fitness-Tracker pfui

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 07. November 2017  |  18:36 Uhr
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres konnte Garmin den Umsatz insgesamt um 3 Prozent steigern. Umsatztreiber waren dabei die Smartwatches aus dem Outdoor-Bereich. Das schwächelnde Geschäft mit Fitness-Trackern hingegen soll unter anderem mit einer PoS-Kampagne angekurbelt werden.

Allein die vier Bereich Aviation, Outdoor, Marine und Fitness, die für 75 Prozent des Gesamtumsatzes stehen, hätten demnach um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen können. Der Garmin-Gesamtkonzern kommt auf einen Quartalsumsatz von 743 Millionen US-Dollar. Entsprechend wurde die Prognose für das Gesamtjahr leicht von 3,04 auf 3,07 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz angehoben.

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Die Smartwatch fenix 5 ist derzeit einer der Umsatzgaranten von Garmin.
© Garmin

Besonders stark präsentierte sich dabei der Bereich Outdoor mit GPS-Handgeräten und vor allem der fēnix-Serie. Die hohe Nachfrage nach der Multisport-Smartwatch fēnix 5 habe dem Bereich ein Umsatzwachstum von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal beschert. Der Fitness-Bereich hingegen mit Fitness-Trackern und Sportuhren musste einen Umsatzrückgang von 12 Prozent hinnehmen. Geschuldet sei dies vor allem einer „gesunkenen Nachfrage im Bereich einfacher Fitness-Tracker sowie dem Zeitpunkt der letzten Produkteinführungen“. Kai Tutschke, Geschäftsführer Garmin DACH, kommentiert: „Auch wenn wir einen marktübergreifenden Nachfragerückgang im Bereich der einfachen Fitness-Tracker beobachten, so können wir mit unseren Smartwatches weiteres Wachstum erzielen. Sowohl die Umsätze als auch die Resonanz auf unsere jüngsten Produktneuheiten wie zum Beispiel auf die vívoactive 3 mit mobile Payment zeigen, dass sich stete Innovationen auszahlen. Das beschränkt sich für uns als Navigationsspezialisten natürlich nicht nur auf das Wearable-Segment, sondern bspw. auch auf unser Fahrradsegment, in dem wir mit dem Edge 1030 und Vector 3 kürzlich zwei neue Produkte eingeführt haben.“

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Ein digitaler PoS soll Kunden online und stationär begeistern.
© Garmin

In Richtung Handel wolle man, um den Absatz zu forcieren, den Digital-Support am PoS ausbauen. Dazu stellt Garmin in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister loadbee ein Online-Content-System bereit, mit dem Händler die Kunden sowohl digital als auch stationär gezielter beraten können sollen. So erhalten Händler die Möglichkeit, kostenlos auf speziell aufbereitete Inhalte zugreifen zu können. Dabei können Händler den bereitgestellten Content sowohl für die eigene Webseite und den Online-Shop verwenden, als auch am stationären PoS. Aktuell werde der Garmin Digital-Content in „ausgewählten Märkten und für bestimmte Produkte“ ausgespielt. 60 Online-Händler würde das Tool bereits benutzen. „In Anbetracht des Bedarfs rechnen wir schon bald mit einer deutlichen Erweiterung,“ hofft Mathias Paul, Manager Sales bei Garmin. „Die Vorteile liegen auf der Hand: Aufwertung des Contents ohne Aufwand für den Händler, einfache Integration in das eigene System und vor allem eine endkonsumentenfreundliche Darstellung der Produktinformationen.“

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL