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Fair Wear Foundation: Schöffel noch ein bisschen besser als der Rest

  • Marcel Rotzoll
  • Donnerstag | 16. Juli 2020  |  18:56 Uhr
Die Schwabmünchener Outdoor- und Skibekleidungsmarke erhielt bereits zum sechsten Mal in Folge den Leader-Status der Fair Wear Foundation. Dabei erzielte man nach Unternehmensangaben unter allen Outdoor-Marken den aktuell besten Benchmark-Score.

Während Politik und Wirtschaft derzeit hitzig über das so bezeichnete Lieferkettengesetz diskutieren (sportFACHHANDEL berichtete hier), gehen viele Unternehmen der Outdoor-Industrie bereits voran. Unternehmen wie Odlo, Deuter, Ortovox oder Jack Wolfskin konnten zuletzt zum wiederholten Male den Leader-Status der Fair Wear Foundation (FWF) erreichen. In dieser Phalanx darf auch Schöffel nicht fehlen. Aktuell konnten die Schwabmünchener diese Spitzenposition zum sechsten Mal in Folge erklimmen.

Die Fair Wear Foundation setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bekleidungsfabriken weltweit ein. Lieferanten, die Mitglied der FWF sind, verpflichten sich, die von ihnen genutzten Produktionsstätten auditieren zu lassen. In jährlichen „Brand Performance Checks“ untersucht die FWF dann, inwieweit sich das Mitgliedsunternehmen für die Umsetzung guter und sicherer Arbeitsbedingungen in den Produktionsbetrieben einsetzt. Höchstes Gütesiegel ist dabei der so bezeichnete Leader-Status.

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In den vergangenen Jahren wurde alle Produktionsstätten von Schöffel in insgesamt elf Ländern auf drei Kontinenten durch die Fair Wear Foundation auditiert.
© Schöffel

Wie Schöffel mitteilt, erreichte man dabei aktuell nicht nur zum sechsten Mal in Folge die höchste Stufe bei der Einhaltung fairer Produktionsprozesse. Vielmehr erzielte die Outdoor- und Skibekleidungsmarke „sogar den aktuell besten Score unter allen Outdoor-Marken“. Demnach habe das Unternehmen eine Monitoringquote von 100 Prozent erreicht. Das bedeutet, dass alle Produktionsbetriebe innerhalb der vergangenen drei Jahre auf ihre Arbeitsbedingungen überprüft worden sind. Daraus folgte ein Benchmark-Score von 90.

Peter Schöffel, als geschäftsführender Gesellschafter der Schöffel Sportbekleidungs GmbH, kommentiert: „Der Leader-Status der Fair Wear Foundation mit dem besten Score unter allen Outdoor-Marken bestätigt unseren besonderen Anspruch: Schöffel stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Das betrifft unsere Kunden, die mit unserer Bekleidung einen optimalen Wegbegleiter für ihre Auszeiten in der Natur erhalten. Dieser Anspruch reicht aber noch deutlich weiter und betrifft ebenso die Mitarbeiter unserer Produktionspartner in zahlreichen Ländern. Diese soziale Verantwortung nehmen wir ernst, daran arbeiten wir seit Jahren sehr hart. Wir freuen uns sehr über den sechsten Leader-Status und nehmen ihn als Ansporn, uns stetig zu verbessern.“

Schöffel produziert in insgesamt elf Ländern auf drei Kontinenten: Asien/Südostasien (u. a. China, Vietnam und Myanmar), Europa (u.a. Italien, Deutschland, Lettland) und Afrika (Äthiopien). Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht, der neben den Anstrengungen in Sachen Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten auch die weiteren Bausteine der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie beleuchtet, ist auf der Website des Unternehmens verfügbar.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL