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Auch Ortovox will online selbst verkaufen

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 05. Juli 2019  |  14:17 Uhr
Nach Deuter will auch Ortovox im kommenden Jahr Endverbraucher direkt beliefern. An der grundsätzlichen Fachhandelstreue ändere sich aber nichts, erklärt CEO Christian Schneidermeier gegenüber sportFACHHANDEL.

"Es geht uns nicht um ein Geschäftsmodell, wir haben keinerlei Umsatzziele formuliert und werden dementsprechend auf aktuelle Ware auch nirgendwo einen Rotstift ansetzen - es gibt nur ein Ziel, und das heißt: unsere Markenbegehrlichkeit aufrechtzuerhalten", erklärt CEO Christian Schneidermeier gegenüber sportFACHHANDEL.

Bisher habe es immer wieder Verwirrung und Probleme beim Endverbraucher gegeben, zum Beispiel bei der nachträglichen Kontaktaufnahme oder bei Reklamationen, wenn dieser zwar über die Markenwebsite bestellt, die Ware aber letztendlich von einem Händler kommt. "Diesen Markenauftritt können wir uns nicht mehr leisten", so Schneidermeier weiter. In der heutigen Zeit müsse man alle Kontaktpunkte zum Endverbraucher mit bestmöglichen Mitteln und bestmöglichem Service nutzen.

Die Umstellung auf die eigene Belieferung sei für das kommende Frühjahr geplant. An der grundsätzlichen Fachhandelsorientierung von Ortovox ändere sich nichts. "Wir verkaufen nicht über Plattformen und haben auch keine eigenen Stores", so Schneidermeier. "Und wir integrieren möglichst parallel zum Launch des neuen Shops auch ein Tool, mit dem wir dem Endverbraucher die Möglichkeit geben, die Verfügbarkeiten im stationären Handel zu checken." Zudem sei ein möglichst nachhaltiger Online-Shop geplant.

Andreas Mayer

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Ortovox-CEO Christian Schneidermeier im Gespräch
© movement media / Martin Häußermann
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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN