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Sport-Streik fürs Klima

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 24. September 2019  |  19:08 Uhr
Am 20. September haben Menschen in aller Welt für eine Klimawende gestreikt und demonstriert. Auch ganze Unternehmen aus der Sport- und Outdoorwelt haben sich an der Aktion beteiligt.
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Die gesamte Belegschaft von Sympatex in Unterföhring ging in München mit auf die Straße.
© Sympatex

Sport- und Outdoorunternehmen weltweit beteiligen sich an der Aktion: „Es ist klar, dass die Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht schnell genug umgesetzt werden. Mit unserer Teilnahme am globalen Klimaschutzstreik im Vorfeld des UN-Klimagipfels in New York am 20. September unterstützt Haglöfs die Forderung, dass unsere Regierungen sich endlich dazu verpflichten, notwendige Änderungen systematisch anzugehen, die in dieser Lage dringend erforderlich sind,“ erklärt zum Beispiel Haglöfs CEO Carsten Unbehaun.

Die Mitarbeiter Sympatex bastelten bereits Tage vorher Banner und Transparente, um an den Protesten in München teilzunehmen. Patagonia schloss weltweit alle Büros und Geschäfte, um den Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, an den Demonstrationen teilzunehmen. Und auch Burton "streikte" fürs Klima.

Nick Brown, Nikwax & Páramo Clothing, Gründer und Eigentümer, ist begeistert: “Fantastisch, dass so viele Menschen am ersten Tag des #ClimateStrike streikten! Es ist wunderbar, dass sich so viele Menschen und Unternehmen immer mehr bewusst werden und darüber sprechen, was genau den Klimawandel vorantreibt. Doch können wir alle noch weitaus mehr tun! Ich gebe allen den Rat, sich bei jeder Wahl, die wir täglich treffen, genau zu überlegen, wie wir mit unserem Tun die Umweltauswirkungen reduzieren können."

Die Industrie stoße "Riesenmengen an CO2 aus" und trage in ebenso großem Maße am langfristigen Schaden unserer Umwelt bei, so Brown weiter. "Genau aus diesem Grund war es für Nikwax selbstverständlich, die gesamten operativen Kohlenstoff-Emissionen der gesamten Firmengeschichte von Nikwax auszugleichen." Nikwax habe sämtliche CO2-Emissionen seit Firmengründung vor 42 Jahren ausgeglichen. Und mit Hilfe des Páramo Clothing Recycling Scheme würde Páramo-Bekleidung zurückgenommen, die nicht mehr getragen wird. "Wir bereiten sie auf, damit sie von anderen wieder getragen werden können. Falls dies nicht mehr möglich ist, wird die Jacke zu Polyestergarn recycelt. So können wir einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten."

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN