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Quiksilver pleite – Investor schielt nach Kultmarke

  • Nicolas Kellner
  • Donnerstag | 10. September 2015  |  09:07 Uhr
Quiksilver ist pleite. In den USA stellte die Kultmarken am Mittwoch einen Insolvenzantrag. Der Verlustberg soll auf 309 Mio. US-Dollar (276 Mio. Euro) angewachsen sein. Eine Investmentgesellschaft soll aber angeblich schon nach Quiksilver greifen.
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Ob die australische Boardsportmarke daher Gläubigerschutz nach Chapter 11 anstrebt, ist noch unklar. Das amerikanische WSJ jedenfalls berichtet, dass die US-Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management einen 175-Millionen-Dollar-Kredit zur Verfügung stellen will. Oaktree rettete 2013 bereits Billabong mit einer kräftigen Finanzspritze vor dem Aus und ist seitdem laut Website mit 19 Prozent an der zweiten großen australischen Boardspormarke beteiligt.

Quiksilver, die Trendmarke der 80iger und 90iger Jahre, stemmt sich seit längerem gegen Umsatzrückgänge. Nach mehreren Verlustquartalen in Folge soll auch das zweite Quartal im Geschäftsjahr 2014/2015 ein Minus von 16 Prozent beschert haben. Im Juni gab es dann erstmals keinen Ausblick mehr geschweige denn eine Jahresprognose. Nach langer Überlegung sei dieser Schritt beschlossen worden, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, erklärt nun Quiksilver-CEO Pierre Agnes. Sollte Chapter 11 zum Tragen kommen, wird sich wohl auch die Bank of America an der Insolvenz-Abwicklung beteiligen.

Nach eigenen Angaben von Quiksilver sei das Geschäft in Europa und im asiatischen Raum von der Pleite jedoch nicht betroffen sein. In seinen Hochzeiten unterhielt die 1969 gegründete Surfboardmarke und Bekleider über 700 Läden in rund 100 Ländern.

Nicolas Kellner

Autor: Nicolas Kellner

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