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Olympiawerbung im Fokus der EU

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 23. Mai 2019  |  13:09 Uhr
Die Diskussion um die IOC-Regel 40 ist auf EU-Ebene angekommen. Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) steht im Austausch mit der EU-Generaldirektion Wettbewerb und strebt im Sinne der Athleten und Sponsoren eine europaweit einheitliche Lösung an.
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BSI-Geschäftsführerin Nicole Espey
© PR

Das Bundekartellamt hatte am 27. Februar 2019 bekannt gegeben, sehr weitgehende Zusagen von DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) und IOC (Internationales Olympisches Komitee) im laufenden Verwaltungsverfahren erhalten zu haben und auf dieser Basis das Verfahren beendet. Damit ist Werbung für deutsche Olympia-Athleten im gesetzlichen Rahmen erlaubt, es drohen keine sportlichen Sanktionen mehr bei Fehlverhalten. Diese Regelungen gelten bislang aber nur in Deutschland.

Grundsätzlich bestehe nach Ansicht der im Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) organisierten Unternehmen keine Notwendigkeit, die IOC Regel 40, Abs. 3 aufrechtzuerhalten. Ein nichtgesetzeskonformer Sponsorenschutz könne nicht im Interesse der Sponsoren selber, der Teilnehmer/innen und des europäischen Gesetzgebers sein, heißt es. Es existiere zudem kein Beleg dafür, dass Sponsoren einen solchen Schutz überhaupt fordern würden. Daher solle auch für die Olympischen Spiele – genau wie für andere Sportveranstaltungen – ein gesetzeskonformer Sponsorenschutz ausreichend sein, so der BSI per Pressemeldung.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN