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Nach Mega-Shitstorm: Adidas zahlt doch!

  • Andreas Mayer
  • Mittwoch | 01. April 2020  |  16:19 Uhr
Jetzt also doch: Per offenem Brief entschuldigt sich Adidas für das ursprüngliche Vorhaben, die Ladenmiete stunden zu lassen und überweist die Mieten für April.

Nach Kritik und zum Teil offenen Anfeindungen rudert der Sportartikelkonzern adidas zurück und erklärt offiziell, die zuvor ausgesetzte Mietzahlung für seine Ladenlokale vorgenommen zu haben. "Die Entscheidung, von Vermieter_innen unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden. Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht. Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter_innen die Miete für April bezahlt," heißt es.

Ein andauerndes Bekenntnis wird damit vermieden. Dennoch setzen die Herzogenauracher damit ein Zeichen. "Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt. Es wird dauern, Ihr Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Aber wir werden alles dafür tun," schließt der offene Brief, der auch auf der Internetseite des Konzerns zu finden ist.

"Fast auf der gesamten Welt findet kein normales Geschäft mehr statt. Die Läden sind zu. Das hält selbst ein gesundes Unternehmen wie adidas nicht lange aus," erklärt das Unternehmen. Und: "Um langfristig die Arbeitsplätze unserer 60.000 Mitarbeiter_innen zu sichern, machen wir harte Einschnitte." Mit den Betriebsräten habe man sich auf Kurzarbeit geeinigt, der Vorstand verzichtete bis auf Weiteres auf 50 Prozent, die nächste Führungsebene auf 30 Prozent des Gehalts. "Trotz dieser Einschnitte wird adidas Kredite benötigen."

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Jetzt also doch: Die Mieten für Adidas-Vermieter laufen weiter.
© Adidas/Kuechenmeister

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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