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Kurz gefragt: Maloja

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 18. Dezember 2015  |  11:48 Uhr
sportFACHHANDEL im Gespräch mit Maloja-Chef Klaus Haas.
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Klaus Haas
© Maloja

10 Jahre Maloja – pünktlich zum Jubiläum habt ihr den ersten Shop in Asien eröffnet. Hättet ihr mit diesem enormen Erfolg jemals gerechnet und warum gerade in Asien?

Nein, rechnen kann man mit einer derartigen Entwicklung nicht. Wir haben uns darauf konzentriert, hochwertige Produkte zu entwickeln und dabei einen eigenständigen Stil aufzubauen. Irgendwann haben wir festgestellt, dass eine solche Marke auch außerhalb von Europa auf eine große Nachfrage stößt, ohne dass wir dafür speziell ins Marketing investieren mussten. Plötzlich haben sich namhafte Händler in den USA oder in Asien für uns interessiert.

Wo seid ihr bis dato überall vertreten und welche neuen Märkte stehen noch auf dem Programm?

Außer Europa (da sind wir zumindest in Westeuropa flächendeckend) ist das in Asien derzeit Südkorea und Taiwan sowie Dubai als kleiner Exote. China und Japan sollen in den nächsten Jahren dazukommen. Zudem sind wir in den USA und in Kanada mit neun Vertriebsmitarbeitern aktiv. Wichtige Keykunden haben wir schon gewonnen, jetzt geht es sozusagen in die zweite Runde.

Ihr zählt zu den schnellstwachsenden Sportartikelmarken weltweit – darf man nach eurem Erfolgsrezept fragen?

Ich glaube nicht, dass wir zu den Marken gehören, die am schnellsten wachsen. Offengestanden wollen wir das auch gar nicht, vielmehr wollen wir uns beim wachsen Zeit lassen. Für eine Marke wie Maloja geht es darum, das Wachstum gesund und nachhaltig aufzubauen. Da ist es falsch, jedes Geschäft mitzunehmen. Wenn wir 50 oder gar 100 Prozent pro Jahr wachsen würden, wäre das für die Entwicklung unserer Marke nicht gut, in Teilen sogar gefährlich. Unser angestrebter Korridor liegt zwischen 10 und 25 Prozent.

Wie sieht eure Vertriebsstruktur aus?

Wer sich unsere Shopstruktur anschaut, findet eine große Vielfalt an unterschiedlichen Ladengeschäften. Unsere Erfahrung zeigt, dass dabei die stationären Geschäfte sehr erfolgreich sind, die eine gute Auswahl unseres Sortiments bieten. Maloja-Kunden wollen offensichtlich viel und gerne kombinieren. Hinzu kommen, gut geschultes Personal und der persönliche Einsatz des Shopinhabers. Nur wer sich mit unseren Produkten auch intensiver auseinandersetzt, kann die vielen Besonderheiten an die Kunden weitergeben und auch mal einen Preisunterschied erklären.

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 11 / 2015