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Kering holt Brillenvermarktung ins Haus

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 03. September 2014  |  15:44 Uhr
Paris. Bislang ließ Puma-Mutter Kering die Brillen für die Mode- und Sport-Marken der Gruppe über Lizenznehmer auf den Markt bringen. Das Geschäft ist aber inzwischen so lukrativ, dass der französische Konzern eine Inhouse-Lösung anstrebt.
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Könnten schon bald selbst und nicht mehr über Lizenzpartner vermarktet werden: die Brillen von Puma und anderer Marken aus dem Hause Kering.

Neben gehobenen Konsumgüter-Marken wie Gucci, Saint Laurent und Brioni kontrolliert Kering zudem die sportiven Labels Puma, Volcom, Cobra Golf und Tretorn. Nach Unternehmensangaben wog das Eyewear-Business zuletzt nicht weniger als 350 Mio. Euro an Umsatz, den aber die Lizenznehmer einstrichen (abgesehen von der fälligen Gebühr für Kering in der Größenordnung von 50 Mio. Euro).

Da der Pariser Fashion-Gigant in diesem Segment weiterhin zweistellige Umsatzsprünge vermutet, wird nun Nägel mit Köpfen gemacht. Künftig besorgt alle Schritte der Wertschöpfungskette (mit Ausnahme der eigentlichen Herstellung der Teile) die neu gegründete Firma Kering Eyewear. An der ist auch Geschäftsführer Roberto Vedovotto sowie einige seiner Mitarbeiter beteiligt.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Vedovotto wechselte Ende letzten Jahres vom italienischen Brillenhersteller und Gucci-Lizenznehmer Sáfilo, dessen CEO er war, zu Kering. Die Lizenzpartnerschaft mit Sáfilo wird früher als geplant zum 31. Dezember 2016 beendet. An ihre Stelle tritt ein neues Abkommen, das Sáfilo zum Kering-Produzenten ab 1. Januar 2017 machen soll. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 17 / 2014