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Jährlicher Verlust von 500 Mio. EUR in der EU aufgrund gefälschter Sportartikel

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 10. September 2015  |  17:23 Uhr
Der Verkauf von gefälschten Sportartikeln, wie Fußbällen, Sporthelmen, Tennisschlägern, Skiern, Fitnessgeräten und Skateboards, kostet die rechtmäßigen Hersteller in der EU jedes Jahr 500 Mio. Euro.
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Ein gefälschter Adidas-Schuh
© Wikipedia/Benutzer:Gohnarch

Der Verkauf von gefälschten Sportartikeln, wie Fußbällen, Sporthelmen, Tennisschlägern, Skiern, Fitnessgeräten und Skateboards, kostet die rechtmäßigen Hersteller in der EU jedes Jahr 500 Mio. Euro. Aus einer neuen Studie des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt (HABM), der größten Agentur der EU für geistiges Eigentum, geht hervor, dass die Verkaufsverluste aufgrund von gefälschten Sportartikeln - ausgenommen Sportbekleidung - in der EU 6,5 Prozent aller Verkäufe in dieser Branche ausmachen. Die Studie zeigt auch, dass in der gesamten EU etwa 2.800 Arbeitsplätze in dieser Branche verloren gehen, da die Hersteller infolge der Fälschungen weniger als sonst verkaufen und deshalb weniger Mitarbeiter beschäftigen.

Aufgrund der indirekten Auswirkungen durch gefälschte Sportartikel gehen in der EU jedes Jahr zusätzliche 360 Mio. Euro verloren - weil die Hersteller weniger Waren und Dienstleistungen von den Lieferanten beziehen, was zu einem Dominoeffekt in anderen Bereichen führt. Dem Bericht zufolge, der heute vom HABM über die EU-Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums herausgegeben wurde, führt diese Art von Fälschungen in der EU außerdem jährlich zu einem Verlust von bis zu 150 Mio. Euro bei den Staatseinnahmen. Dies betrifft unter anderem Steuern, Sozialabgaben und die Mehrwertsteuer, die von den Herstellern und Lieferanten von gefälschten Waren nicht gezahlt werden.

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Autor: Andreas Mayer

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