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Fabrikbrand in Pakistan: Wie weit geht die Verantwortung deutscher Discounter?

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 30. November 2018  |  12:51 Uhr
Vor dem Landgericht Dortmund wird über die Mitschuld des Textildiscounters Kik an einem Fabrikbrand in Pakistan entschieden.
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Kik-Filiale im westfälischen Bönen, dem Stammsitz des deutschen Discounters.
© KIK

Am 11. September 2012 starben bei dem Brand bei Ali Enterprises in Karachi über 250 Menschen. Hauptauftraggeber des pakistanischen Zulieferers war der westfälische Discounter Kik. Kann ein Auftraggeber in Deutschland für Missstände bei einem ausländischen Zulieferer haftbar gemacht werden? Um diese Grundsatzfrage geht es seit gestern am Landgericht Dortmund.

In einer Zivilklage fordern drei Hinterbliebene und ein Überlebender jeweils 30.000 Euro Schmerzensgeld von Kik. Sie werfen dem Unternehmen vor, für mangelhafte Brandschutzvorkehrungen mitverantwortlich gewesen zu sein.

Bis zum 10. Januar 2019 befasst sich das Landgericht zunächst mit der Zulässigkeit der Klage. Nach pakistanischem Recht ist die Klage bereits verjährt. Vertreter des Textildiscounters verwiesen zudem darauf, dass das Unternehmen bereits freiwillig umgerechnet 879.000 Euro als Soforthilfe sowie 4,5 Mio. Euro für Arztkosten oder Verdienstausfälle gezahlt hätte.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN

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