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Corona-Krise: "Der unternehmerischen Verantwortung gerecht werden"

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 15. September 2020  |  11:52 Uhr
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BUFF fertigt seine Produkte in Spanien, das neben Italien zu den am stärksten von der Corona-Pandemie gebeutelten Land in Europa. Für sportFACHHANDEL erläutert Managing Director Marc Hasenstein, wie der Neckwear-Spezialist mit der Situation umgeht.

sportFACHHANDEL: Herr Hasenstein, in Asien hat Corona zum Teil zu sehr problematischen Verhältnissen geführt. Spanien, wo Sie produzieren, war auch stark von der Pandemie betroffen. Und jetzt steigen die Fallzahlen auch wieder. Wie sieht es dort aus?

Marc Hasenstein: Der Standort Igualada in Katalonien ist Heimat unserer Zentrale und gleichzeitig Hauptproduktionsstätte. Auf Empfehlung von Experten war die katalanische Regierung im März bereit, in Igualada, aber auch für den Rest Kataloniens, eine strengere Beschränkung einzuführen. Solange es keine Impfung oder Medizin gibt bleibt die Situation dynamisch. Die konsequente Umsetzung der öffentlichen Vorgaben in unserem Hygienekonzept ist für uns daher die einzige Möglichkeit, unsere Mitarbeiter zu schützen und unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden.

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Wie haben Sie sich um die Mitarbeiter gekümmert im März und April, als Spanien mit zu den am stärksten betroffenen Ländern gehörte?

In einer Situation wie wir sie während dem Lockdown erlebt haben, war und ist unsere erste Priorität, die Gesundheit unserer Teammitglieder und der lokalen Gemeinschaft in Igualada. Wir glauben, dass wir als Unternehmen das tun müssen, was für die Menschen richtig ist. Aus gesundheitlichen Gründen haben wir frühzeitig die Zentrale und die Produktion geschlossen. Unter Einhaltung strengster Hygiene Vorschriften haben wir wieder geöffnet, als es die gesundheitlichen Umstände zuließen, um auch unserer sozialen Verantwortung als wichtiger Arbeitgeber in der Region gerecht zu bleiben. Das Produktions- und Lagerpersonal wurde im Vergleich zu vor der Krise um 70 Prozent erhöht. Der Standort, der Mensch, und auch der Handel liegt der Familie am Herzen. Und man versucht, die Krise zu nutzen, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Alles, was jetzt aufgesetzt wird, sind schon Investitionen in die Zukunft.

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Wie sind sie dem Handel während des Lockdowns entgegengekommen?

Wir haben die Probleme partnerschaftlich lösen können, zum Beispiel, in dem wir Zahlungsziele verlängert haben. Und wir haben Lieferungen nach hinten geschoben und das hat in den meisten Fällen auch sehr gut funktioniert. Nach der KW 16 hat uns die globale, extreme hohe Nachfrage im Bereich Reorder vor große Herausforderungen in Produktion und Versand gestellt. In dieser Situation haben wir uns auf die Produktion der Vororder konzentriert um die Erwartungen unserer treuen Partner zu erfüllen.

Wie definieren Sie das Thema Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist für BUFF Teil einer ganzheitlichen Unternehmenskultur und keine Kampagne. Als Marktführer im Bereich Neckware und global agierendes Unternehmen setzen wir Nachhaltigkeit sowohl in unseren Produkten, in den Produktionsprozessen, in der Infrastruktur als auch bei den Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter um. Seit 2019 wird 100% der elektrischen Energy in unserer Zentrale und in unserer Produktion aus erneuerbaren Quellen gewonnen (Solar, Wind, Biomasse) Auch im Bereich Geschlechtergleichheit ist BUFF mit 67% weiblichen Mitarbeitern und 33% männlichen ein Modernes Unternehmen. Unsere unternehmerische Verantwortung sehen wir auch bei der Unterstützung von sozialen Projekten. International unterstützen wir z.B. UNICEF mit 2% unseres Umsatzes und EOCA mit 1% unseres Umsatzes. Aber auch lokale Projekte wie die Unterstützung des Frauenhauses München sind uns wichtig.

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Trotz weltweiter Krise – oder gerade deswegen – unterstützt BUFF seit neuestem auch UNICEF.

Interview: Andreas Mayer

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur