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Clif Bar: Gegen die "zartbittere" Wahrheit über Schokolade

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 15. September 2020  |  09:40 Uhr
Am 13. September feierte die Welt den „Internationalen Tag der Schokolade“. Auch Riegelhersteller Clif Bar verarbeitet große Mengen an Kakao, unterstützt seit 2019 aber seine Kakaobauern in der Dominikanischen Republik. Das Pilotprojekt wurde jetzt verlängert.
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Ob als Heißgetränk, Tafel oder eisgekühlt – Schokolade kann ziemlich viel. Dennoch gibt es auch eine "zartbittere" Wahrheit über Schokolade: Weltweit stammt der größte Teil der hergestellten Schokolade aus Kakaobohnen, die von in Armut lebenden Kleinbauern verarbeitet werden.

Auch Clif Bar verarbeitet große Mengen an Kakao und bezieht dabei den größten Teil von Bio-Bauern aus der Dominikanischen Republik. Vor einigen Jahren untersuchte das Unternehmen, was die Bauern benötigen würden, um ein existenzsicherndes Einkommen zu erwirtschaften. Auf der Grundlage einer Studie in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation Social Accountability International (SAI), lag das allgemeine Einkommensniveau für einen durchschnittlich großen Kakaobohnenanbaubetrieb in der Dominikanischen Republik (ca. 13 Hektar) in 2019 bei 13.288 US-Dollar. Das tatsächliche Bruttoeinkommen lag dabei bei durchschnittlich nur 5.263 USD, d.h. 8.025 USD drunter. Das Bruttoeinkommen muss also um mindestens 152 Prozent steigen, um die Lücke zwischen dem existenzsichernden Einkommen und dem tatsächlichen Einkommen zu schließen.

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Clif Bar und unterstützt mit dem „Living Income Programm“ seit 2019 Kakaobauern in der Dominikanischen Republik in der Existenzsicherung ihrer Betriebe. Dabei handelt es sich um ein 14-monatiges Schulungsprogramm auf dem Bauernhof, das alle wesentlichen Themen für ein effizientes Agrarmanagement abdeckt. Darüber hinaus gibt es laufende Unterstützung durch Kakaoexperten auf den Bauernhöfen.

Das Projekt konzentriert sich nicht nur auf Kakao (wie die meisten Ausbildungsprogramme), sondern auf das gesamte Agroforstwirtschaftssystem. Auf diese Weise gewinnen die Bauern ein Verständnis für die ökologische Bedeutung des Bodens, anderer Pflanzen und Insekten. Außerdem erhalten die teilnehmenden Bauern finanzielle Unterstützung, um ihre Betriebe zu renovieren und zu diversifizieren. Für Landwirte, die ihren Landbesitz vergrößern müssen, stehen Kredite zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es eine Ernteversicherung, welche die Einkommensverluste aufgrund der Dürre von 2019 auffing.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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