• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

BSI: Zusätzliche Liquiditätshilfen notwendig

  • Andreas Mayer
  • Mittwoch | 08. April 2020  |  12:35 Uhr
Der Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) fordert ein spezielles Hilfspaket für die gesamte Sportartikelbranche sowie ein Ende einseitiger Forderungen ohne Handlungsspielräume für partnerschaftliche Lösungen.
neuer_name
Forderungen des Vorstands: Dr. Karl Sedlmeyer (Adidas, l.) und Monique van Dooren-Westerdaal (Ekkia SAS, r.)

„Unsere Befürchtung ist, dass Kredite alleine nicht ausreichen und den Zeitpunkt möglicher Insolvenzen von wirtschaftlich eigentlich gesunden Unternehmen lediglich verschieben und so die wirtschaftlichen Probleme der Sportartikelbranche nur in die Zukunft verlagern. Wir halten stattdessen ein zusätzliches Hilfspaket für erforderlich“, sagt Präsidiumsmitglied Monique van Dooren-Westerdaal.

Die in ähnlicher Weise betroffene Modebranche habe in einem Appell an die Bundesregierung gefordert, einen Liquiditätsfonds als Rettungsschirm für die mittelständische Modebranche einzurichten, um die benötigten Warenflüsse und die Liquidität zu sichern. Eine derartige Unterstützung sei auch für die Sportartikelbranche unbedingt notwendig. Schnelle und unbürokratische staatliche Hilfen, etwa in Form von hundertprozentigen Bonitätsübernahmen für die Sonderprogramme der KfW oder Bankkredite, seien für die von der Existenz bedrohten größtenteils klein-und mittelständischen Sportfachhändler und -hersteller erforderlich, damit der wichtige Wirtschaftsfaktor Sport in Deutschland nicht langfristig geschädigt wird, so der BSI.

"Keine Forderungen ohne Handlungsspielraum"

Zudem gelte es aus Sicht des Verbands, die aktuellen Herausforderungen innerhalb der Branche partnerschaftlich zu schultern und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Nicht nur der Sportfachhandel, auch die vielen kleinen und mittleren Sportartikelhersteller sind massiv von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Die finanziellen Verluste des Handels werden unmittelbar von der Industrie wahrgenommen. Deshalb sind Maßnahmen, die Kosten und Risiken einseitig auf Hersteller übertragen, nicht zielführend und fallen am Ende auf die gesamte Sportartikelbranche zurück. Dazu gehören aus Sicht des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel-Industrie etwa einseitig kommunizierte Forderungen ohne Handlungsspielraum.

Andreas Mayer

linkedin
Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur