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Bench meldet Insolvenz an

  • Marcel Rotzoll
  • Donnerstag | 03. Mai 2018  |  13:03 Uhr
Ende April musste die englische Streetwear-Marke Bench einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Die Insolvenz betrifft auch die deutschen Dienstleistungsgesellschaften von Bench.
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Schwacher Pfund, starker Wettbewerb, rückläufiger Markt: Bench muss den Gang in die Insolvenz antreten
© Bench

Aufgrund eines „längerer Zeit schwierigen Einzelhandelsmarkts in Großbritannien sowie eines größeren Logistikproblems in 2016“ hat Bench Limited am 28. April einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, von dem neben dem Großbritannien-Geschäft auch die deutschen Gesellschaften mit Sitz in München betroffen sind. Trotz „unermüdlicher“ Arbeit am Turnaround und mehrmaligen Finanzspritzen des Eigentümers sei es nicht gelungen, das Unternehmen auf eine „wirtschaftlich nachhaltige Basis“ zu stellen.

Barry Knight, Direktor der Bench Limited, kommentiert: „Durch die Abwertung des britischen Pfunds, den starken Wettbewerb und dem rückläufigen Markt in unserem Modebereich haben wir viel Gegenwind erfahren. Letztlich war es uns nicht mehr möglich, zusätzliche Liquidität für das Unternehmen aufzubringen, weder auf Eigenkapital- noch auf Fremdkapitalbasis. Daher bleibt uns leider nichts anderes übrig, als ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Unsere Aufgabe ist es jetzt, zusammen mit dem Insolvenzverwalter, eine bestmögliche Lösung in dieser Situation zu finden.“ Man sei jedoch zuversichtlich, „dass die 1989 gegründete und einst in der Skater- und BMX-Szene verwurzelte Marke Bench eine Zukunft hat, da sich die Marke sowohl in Großbritannien, Deutschland und auch international vermarkten lässt“.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

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