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Fitness, Spa, Sauna: Was geht, was nicht?

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 18. Juni 2020  |  19:16 Uhr
In der kommenden Woche dürfen auch im letzten Bundesland (Bayern) Wellness- und Saunaeinrichtungen öffnen. Ein Überblick über die einzelnen Regelungen und Einschränkungen.
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Kämpfte erfolgreich vor Gericht: Das MySpa profitiert von persönlichen Wellness-Kabinen.
© MySpa

Das MySpa an der Maria-Probst-Straße 22 in München hat wieder geöffnet und das bislang als einziger Betrieb dieser Art in Bayern. Die Geschäftsführer der Münchner Spa- und Saunaeinrichtung hatten vor dem bayerischen Verwaltungsgericht geklagt, trotz der in Bayern geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, den MySpa-Betrieb wieder öffnen zu dürfen. Die Richter gaben der Klage statt und berücksichtigen dabei vor allem das individuelle Konzept. So konnte das MySpa zum 8.Juni wieder öffnen. Das individuelle Konzept des MySpa macht den Unterschied: Private Wellness-Räume wie im MySpa fallen nicht unter die Infektionsschutzverordnung.

In einer Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung, am 16. Juni, wurde vom Ministerrat entschieden, dass die öffentlichen Saunabetriebe wieder in Betrieb genommen werden dürfen. Auf der offiziellen Website heißt es dazu in einer Pressemitteilung unter Punkt 9. Hallenbäder, Thermen und Hotelschwimmbäder: „Ab 22. Juni 2020 können Hallenbäder sowie Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder geöffnet werden. Das Wirtschaftsministerium wird zusammen mit dem Gesundheitsministerium entsprechende Hygienekonzepte ausarbeiten und veröffentlichen.“

Die meisten Einrichtungen haben in der Zwischenzeit eigene Hygienekonzepte erstellt. Gäste müssen vom Eingangsbereich bis zu den Umkleiden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. In allen Feuchtbereichen ist das aber nicht nötig. Hier sowie bei den Ruheliegen in Thermen gilt der übliche Abstand von 1,5 Metern. Auch in der Sauna gilt: Abstände müssen eingehalten werden, dadurch reduziert sich automatisch die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig in einer Sauna aufhalten dürfen.

In Baden-Württemberg informierte das Sozialministerium erst am 9. Juni den Deutschen Sauna-Bund über eine neue „Verordnung über die Benutzung von Saunen“ (CoronaVO Saunen). Diese ist bereits seit dem 6. Juni in Kraft und wie die aktuelle, bis zum 30. Juni (verlängerte) allgemeine Coronaschutzverordnung des Landes gültig. Der Betrieb von Anlagen mit Aerosolbildung, insbesondere Dampfbäder, Dampfsaunen und Warmlufträume, bleibt untersagt und Aufgüsse und das Verwedeln der Luft sind unzulässig.

In Hessen dürfen entsprechende Einrichtung bereits seit dem 10. Juni wieder Gäste empfangen, sie müssen aber "ein anlagenbezogenes Hygienekonzept" einhalten. Außerdem haben sie sich an einer Fünf-Quadratmeter-Regelung sowie an den weiteren Bestimmungen für Schwimmbäder zu orientieren.

Die neue Coronaschutzverordnung für Nordrhein-Westfalen wurde am Donnerstag, 11. Juni, veröffentlicht und gilt bis 1. Juli. Danach dürfen Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe ihren Betrieb unter Auflagen der Hygiene- und Infektionsschutzstandards wieder aufnehmen. So heißt es beispielsweise unter Ziffer 8: “Saunen müssen mit einer Temperatur von mindestens 80 Grad betrieben werden; Dampfbäder sind bis auf Weiteres nicht zulässig.” Zu Aufgüssen und dem Wedeln werden keine Angaben gemacht. Und unter Ziffer 9 steht: Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Einrichtung sind zu erheben".

Alle aktuellen Regelungen im Überblick unter www.sauna-bund.de

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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