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Safety first – Rad-Equipment für mehr Sicherheit

  • Ulrich Wittmann
  • Dienstag | 24. August 2021  |  09:57 Uhr
Egal ob ambitionierter Gravelbiker, Tourenradler, Gelegenheitsbiker oder Pendler. Augen und Kopf müssen Radfahrer schützen. Im Bereich Radhelme und Brillen kann der stationäre Fachhandel mit kompetenter Beratung punkten.
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Der Sportfachhandel kann beim Thema Sicherheit punkten.
© Antonin BIEZ/Focal 77

46% weniger tödliche Fahrradunfälle. Eine Statistik, die sich sehen lassen kann. In Aust-ralien zumindest. Hier gilt seit den 90ern eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer. „Der Helm ist ein elementarer Bestandteil der Schutzausrüstung für das Radfahren, gerade auch im städtischen Umfeld. Im Falle eines Unfalls soll das Mips-System im Helm dazu beitragen, die Rotationsbewegung bestimmter Stöße zu reduzieren, die sonst auf den Kopf übertragen werden. Die Rotationsbewegung ist die häufigste Ursache für Gehirner-schütterungen und schwerere Hirnverletzungen bei schrägen Schlägen auf den Kopf!“ erklärt Fredrik Kjellberg, CMO Mips.

Ein hochwertiger Radhelm benötigt eine kompetente Beratung. Wichtig ist es, vom Kunden zu erfahren, wie er auf dem Fahrrad unterwegs ist. Ein ambitionierter Triathlet benötigt einen Zeitfahrhelm, während es bei einem Pendler auf eine komfortable Passform ankommt. Mit dieser Eingangsfrage lassen sich die Mo-delle eingrenzen. Zuerst die richtige Größe herauszufinden und neben dem Kopfumfang muss auch die Tiefes des Helmes stimmig sein. Um die Stirn bei einem Sturz optimal zu schützen, sollte etwa eine Fingerbreite zwischen der Helmkante und den Augenbrauen Abstand sein. Mit dem Einstellrad lässt sich der Helm feinjustieren und der Kopfschutz sollte nun eng anliegen. Den angepassten Helm, ohne geschlossenen Kinnriemen (!),mit den Händen vor- und zurückschieben. Dabei darf er dem Kunden weder die Sicht neh-men oder sich vom Kopf ziehen lassen. „Als wichtiges Sicherheitsfeature bieten wir den passenden Helm bei jedem Bike-Kauf gleich aktiv mit an. In Sachen Entwicklung und Passform hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahren viel getan. Zusätzliche Aus-stattungsmerkmale wie ein integriertes MIPS System und haltbare Verschlusssysteme, machen Helme noch sicherer und anpassbarer. Ob Pendler oder sportiver Biker, es gibt Lösungen für jeden Kopf und Einsatzzweck. Die passende Sonnenbrille gehört dann oft dazu und rundet das Paket ab.“ sagt Helmut Oswald, GF Oswald Bikes and Service in Wolfratshausen und Geretsried. 

Kein Kind wächst in den Helm hinein

Ein wichtiger Zusatzverkauf sind Kinderhelme. Estland, Litauen, Österreich, Tschechien, Kroatien, Schweden, Slowenien, Island und die Slowakei gemeinsam? In diesen Ländern herrscht eine Helmpflicht für Kinder. Besonders Kinder sind mit dem Fahrrad im Straßenverkehr gefährdet. Verantwortungsbewusste Eltern lassen die Kleinen nicht „oben ohne“ radeln. „Wichtig bei Kinderhelmen ist die Passform – sitzt der Helm nicht richtig, dann ist er auch nicht für das Kind geeignet. Viele Eltern begehen auch hier den Fehler, einen Helm für das Kind zu wählen, in das es „hineinwächst“.“ erklärt Daniel Ga-reus von Cosmic Sports aus Fürth. Egal ob Kinder- oder Zeitfahrhelm: wichtig ist es, den Kunden die Modelle übersichtlich und ansprechend zu präsentieren „Unserer Erfahrung nach erleichtert eine klar kategorisierte Präsentation der Helme dem Kunden die Entscheidung und dem stationären Handel damit den Abverkauf. Natürlich spielen auch hier Sichtbarkeit und Ästhetik der Präsentation eine wichtige Rolle, müssen aber individuell an die Gegebenheiten auf der Ladenfläche und das Shop eigene System angepasst werden. Sollte hier die Möglichkeit bestehen POS Materialien einzubinden, informieren und emotionalisieren sie natürlich zusätzlich. Wir bei POC sehen eine optimale Präsentation von Helmen immer in Zusammenhang mit Fachberatung durch das geschulte Verkaufspersonal.“ erklärt Johannes Kölbl. POC Sales Representative.Mountainbiker legen zum Schutz auch Protektoren an. Sicherheit auf dem Fahrrad ist unverzichtbar, auch für Urban Biker.

Keine Chance für UV Strahlen

Was für den Kopf der Radhelm, sind für die Augen die Sportbrillen. „Qualitativ hochwertige Sportbrillen zeichnen sich im Vergleich zu herkömmlichen Modellen durch verschiedene Features aus. Sie verfügen in der Regel über anpassbare Bügel sowie eine anpassbare Nasenauflage, um einen perfekten Sitz der Brille zu garantieren. Dazu verfügen Qualitätssportbrillen über besonders hochwertige Scheiben, die mit unterschiedlichen Technologien ausgestattet sein können.

Neben 100% UV-Schutz verfügen unsere Spitzenmodelle beispielsweise über uvex supravision Anti-Fog Beschichtung.“ so Matthias Adler, Head of PM Eyewear & Protective Gear UVEX. Der Aufwand bei den Sportbrillen ist nötig, um den Nutzer vor den UV Strahlen der Sonne und auch vor Schmutz sowie Staub zu schützen. Die Brillengläser sollten aus unzerbrechlichem Kunststoff (Polycarbonat) gefertigt sein. Wichtig ist, dass die Fahrradbrille auf der Nase keine Druckstellen verursacht und die Bügel sich problemlos in den Helm integrieren.

Wer seinen Kunden eine ansprechende Auswahl an Sportbrillen zur Verfügung stellt, generiert Umsätze „Bike-Produkte können dem Sportfachhandel eine Chance auf Zusatzverdienst bieten, wenn sie gezielt das bestehende Portfolio ergänzen und step by step integriert werden. So würde sich ein Start mit multifunktionaler Outdoor- und Radbekleidung oder vielfältig einsetzbaren Sportsonnenbrillen anbieten. Die meisten unserer funktionalen Sportsonnenbrillen sind sowohl für verschiedene Sportarten einsetzbar, entsprechen aber auch den ganz speziellen Anforderungen an den Radsport. Die Brillen ULTIMATE und FURY sind zwei gute Beispiele für Radbrillen, die genauso gut für alle anderen Outdoor-Aktivitäten verwendbar sind.“meint Erhard Kappel, Leiter Vertrieb Deutschland von Julbo.

Ulrich Wittmann, in SFH Special Bike Equipment 1/21

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Autor: Ulrich Wittmann

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